Der Volkswagen-Konzern wird nach Zeitungsinformationen künftig mit fünf Vertretern den Aufsichtsrat des Nutzfahrzeugherstellers MAN dominieren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Dienstagausgabe schreibt, werden mit VW-Chef Martin Winterkorn und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch zwei weitere Mitglieder des Wolfsburger Autoherstellers als Mitglieder vorgeschlagen.
Dominanz im Aufsichtsgremium
Frankfurt/Main (dapd). Der Volkswagen-Konzern wird nach Zeitungsinformationen künftig mit fünf Vertretern den Aufsichtsrat des Nutzfahrzeugherstellers MAN dominieren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Dienstagausgabe schreibt, werden mit VW-Chef Martin Winterkorn und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch zwei weitere Mitglieder des Wolfsburger Autoherstellers als Mitglieder vorgeschlagen. In das Kontrollgremium einziehen soll auch der für Nutzfahrzeuge zuständige VW-Vorstand Jochem Heizmann.
Ferdinand Piech werde für eine weitere Periode kandidieren und damit zugleich dem Aufsichtsrat von VW als auch von MAN vorstehen. So könne er seine Pläne für eine Zusammenführung des Nutzfahrzeugherstellers mit dem schwedischen Konkurrenten Scania vorantreiben, heißt es.
VW hatte erst Anfang vergangener Woche mitgeteilt, seinen Anteil an MAN von 29,9 Prozent auf 30,47 Prozent aufgestockt zu haben und diesen über das Pflichtangebot an die freien Aktionäre auf 30 Prozent bis 40 Prozent erhöhen zu wollen. Obwohl dieser Schritt noch nicht erfolgt ist, liegt der Aufsichtsrat von MAN bereits in fester Hand von VW und Piech.
Die Doppelrolle von Piech bei der Übernahme sorgt bei Investoren indes für Unmut. Sie stellen die Unabhängigkeit des MAN-Gremiums in Frage. Dass Piech beide Aufsichtsräte dominiere, sei ein eklatanter Widerspruch, heißt es.
dapd
