Nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses werden die Mittel für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung nun doch nicht gesenkt.

Nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses ist die geplante Kürzung der Mittel für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) zurückgenommen. "Damit stehen nächstes Jahr wieder - wie schon in 2023 - rund 70 Millionen Euro für den Haushaltstitel 'Berufliche Bildung für den Mittelstand- Lehrlingsunterweisung' zur Verfügung", teilte der handwerkspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Manfred Todtenhausen, mit. Gegenüber den ursprünglichen Plänen für den Haushalt würden die ÜLU-Mittel damit um knapp elf Millionen Euro erhöht.
Weniger Kosten für Unternehmen
Mit den Bundesmitteln werden Unternehmen bei ihren Kosten der Lehrgangs- und Unterbringungskosten für Auszubildende entlastet. "Das sind wichtige und richtige Zeichen", betonte Todtenhausen. Dafür habe sich seine Fraktion immer eingesetzt. "Ich fordere die Bundesländer nun auf, auch ihren Beitrag für die Beibehaltung der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung zu leisten", fügte Todtenhausen hinzu.
Mehr Geld für Fachkräftesicherung im Handwerk
Der Haushaltsausschuss hat damit zusätzlich 20 Millionen Euro für die Fachkräftesicherung im Handwerk bewilligt, betonten Frank Junge, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss und der Beauftragte für das Handwerk Hannes Walter (SPD). Davon entfielen neben den elf Millionen Euro für die ÜLU acht Millionen Euro für Projekte, die Handwerksbetriebe beim Finden und Binden von Auszubildenden unterstützen. Mit der Erhöhung stünden dafür jetzt 27,5 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem würden die Mittel für eine moderne Ausstattung von Werkstätten und Unterrichtsräumen in überbetrieblichen Bildungsstätten erhöht.