Gewerkschaften in Nordrhein-Westfalen rufen zu Streik auf DJV ruft Zeitungsverleger im Tarifstreit zu konstruktiver Lösung auf

Zu einer konstruktiven Lösung des Tarifkonflikts hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) aufgerufen. "Fast 100 Prozent Zustimmung zu unbefristeten Streiks zeigen, dass die Journalisten faire und angemessene Tarifverträge anstelle von Dumping-Konditionen erwarten", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring am Donnerstag in Berlin.

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DJV ruft Zeitungsverleger im Tarifstreit zu konstruktiver Lösung auf

Berlin (dapd). Zu einer konstruktiven Lösung des Tarifkonflikts hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) aufgerufen. "Fast 100 Prozent Zustimmung zu unbefristeten Streiks zeigen, dass die Journalisten faire und angemessene Tarifverträge anstelle von Dumping-Konditionen erwarten", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring am Donnerstag in Berlin.

In der Gesprächsrunde am 2. August in Hamburg müsse sich zeigen, ob der BDZV die Kraft zu einem Konsens habe. Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Zeitungsredakteure waren Anfang Juli ergebnislos vertagt worden.

Bei der Urabstimmung in Baden-Württemberg stimmten in der vergangenen Woche 98,6 Prozent der DJV-Mitglieder in den Zeitungsverlagen für Streiks, in Nordrhein-Westfalen waren es 98,5 Prozent. In Bayern, wo am Mittwoch und (heutigen) Donnerstag abgestimmt wurde, gab es 98,8 Prozent Zustimmung.

Druck auf Zeitungsverleger steigt

Das eindeutige Urabstimmungsvotum erhöht der Gewerkschaft ver.di zufolge den Druck auf die Zeitungsverleger. "An der Entschlossenheit der Kollegen in Zeitungsredaktionen besteht jetzt wohl auch für die Arbeitgeberseite kein Zweifel mehr. Die Verlagsvertreter sind nun am Zuge, ihre unakzeptablen Forderungen zum pauschalen Tarifabbau und zur Abwertung der nächsten Journalistengeneration zurück zu nehmen", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Trotz der angekündigten Gesprächsrunde haben der DJV und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union Zeitungen im Rheinland von Freitag (29. Juli) bis Mittwoch (3. August) zum Streik aufgerufen. Betroffen seien die Titel "Kölner Stadt-Anzeiger", "Express", "Kölnische Rundschau", "Bonner Rundschau" und "Bonner General-Anzeiger", teilten die Gewerkschaften am Donnerstag mit.

dapd