Die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, hat kritisiert, dass die Hungerkrise in Ost-Afrika bei der Afrika-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jüngst nur am Rande eine Rolle gespielt hat. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundeskanzlerin einen noch stärkern Fokus auf die Hungerkrise am Horn von Afrika gelegt hätte", sagte Dieckmann den "Ruhr Nachrichten").
Dieckmann: Merkels Afrika-Reise nicht im Zeichen der Hungerkrise
Dortmund (dapd). Die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, hat kritisiert, dass die Hungerkrise in Ost-Afrika bei der Afrika-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jüngst nur am Rande eine Rolle gespielt hat. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundeskanzlerin einen noch stärkern Fokus auf die Hungerkrise am Horn von Afrika gelegt hätte", sagte Dieckmann den "Ruhr Nachrichten" (Freitagausgabe). "Stattdessen lag die Aufmerksamkeit auf dem Verkauf von militärischen Patrouillenbooten an Angola. Die Staaten dieser Region sollten in den Aufbau der Landwirtschaft investieren statt in teure Rüstungsprojekte", sagte Dieckmann.
Hier müssten langfristig die Strukturen für eine funktionierende Landwirtschaft geschaffen werden. Nur so lasse sich die Versorgung mit Lebensmitteln in Zukunft gewährleisten. "Natürlich haben auch die immensen Preissteigerungen für Lebensmittel dazu beigetragen", sagte Dieckmann.
dapd
