Beeindruckende Hochhäuser Die Wolkenkratzer 2012

Es kommt nicht nur auf die Größe an. Beim jährlich vergebenen Emporis Skyscraper Award werden neu gebaute Wolkenkratzer ausgezeichnet, die nicht nur besonders viele Meter in die Höhe ragen, sondern auch in den Bereichen Design, Technik und Funktionalität Maßstäbe setzen. Die drei Erstplatzierten im Überblick.

Steffen Guthardt

Burj Qatar - © Foto: picture alliance/Robert Harding/Neil Emmerson

Auf Platz drei (re.) wählte die aus Architekten und Bauexperten bestehende Jury den "Burj Qatar". Der zylindrisch geformte Wolkenkratzer steht in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar am Persischen Golf. Die Außenhaut besteht aus einer metallischen Gitterfassade, die an der Spitze von einer Kuppel abgeschlossen ist. Über den 27 Stockwerken erstrecken sich an der Fassade ornamentale Aluminiumelemente, die als Sonnenblenden dienen und an traditionelle arabische Mashrabiya-Fenster erinnern sollen.

Der zweite Platz (li.) ging an die "Al Baha Towers" in Abu Dhabi, der Hauptstadt des gleichnamigen Emirats der Vereinigten Arabischen Emirate. Vor allem technisch konnten die zwei 145 Meter hohen Türme die Jury mit ihrem Energiekonzept überzeugen. Je nach Sonnenstand kann die äußere Fassade der Gebäude wie von Zauberhand per Computer-Fernsteuerung rotieren, um die Wärmeenergie im Inneren zu reduzieren. Doch nicht nur im arabischen Raum werden spektakuläre Wolkenkratzer gebaut.

Al Baha Towers. - © Foto: picture alliance/landov/An Jiang
Al Baha Towers
Absolute World Towers. - © Foto: picture alliance/All Canada Photos/Klaus Lang
Absolute World Towers

Platz 1 (re.) geht nach Kanada. In Mississauga in der Provinz ­Ontario stehen die "Absolute World Towers". Die beiden 158 und 176 Meter hohen Türmen drehen sich in den Himmel wie zwei riesige Schrauben. Um bis zu acht Grad pro Etage ist der Baukörper gedreht. "Eine gelungene Abwechslung zu den starren Formen des Hochhausalltags", begründete die Jury ihre Wahl. Überraschend schaffte es kein Wolkenkratzer aus den USA unter die ersten zehn, dabei gilt das Land doch als Wiege der Hochhauskultur. Im vergangenen Jahr hatte noch ein Hochhaus aus New York gewonnen. Auch aus Deutschland ist kein Bauwerk vertreten.