Altersvorsorge Die wichtigsten Regeln für die Rürup-Rente

Gut verdienende Selbstständige können mit der Rürup-Rente Steuern sparen und für das Alter vorsorgen, sagt Stiftung Warentest. Im aktuellen Heft haben die Experten das Altersvorsorge-Modell unter die Lupe genommen. Ob es sich aber für den einzelnen Sparer lohnt, hängt vom Einstieg und dem Sparbeitrag ab.

Mit der Rürup-Rente lässt sich gleichzeitig für das Alter vorsorgen und Steuern sparen. - © Fotolia

"Die Rürup-Rente ist Steuersparmodell und Altersvorsorge in einem, denn der Staat subventioniert die Beiträge", sagen die Finanzexperten von Stiftung Warentest.

Die Höhe der Rente hängt dabei zum einen davon ab, wie viel Geld über welchen Zeitraum in die Rürup-Rente gesteckt wird. Andererseits spielt auch die Vertragsgestaltung eine wichtige Rolle.
Wer als 30-Jähriger heute eine Rürup-Rente abschließt und 100 Euro im Monat einzahlt, kann bei einem Top-Anbieter bis zu 220 Euro garantierte Rente bekommen. Bei 200 Euro monatlich verdoppelt sich die garantierte Rente auf rund 440 Euro. Zusätzlich werden den Versicherten die Überschüsse des Versicherers ausgezahlt. Das können bei 200 Euro monatlich bis zu 760 Euro im Monat sein.

Zeit ist Geld

Zeit ist Geld - das gilt auch bei Altersvorsorge und Geldanlage. Die Beispiele zeigen, dass 200 Euro Sparbeitrag im Monat über 35 Jahre zu einer Rente von 440 bis 760 Euro führen können. Diese Spanne verringert sich aber erheblich, wenn erst später mit dem Sparen angefangen wird. Spart ein 40-Jähriger nur noch 25 Jahre lang, sinkt die Garantierente auf 285 Euro, die mögliche Überschussrente auf 424 Euro. Und steigt der Sparer erst mit 50 in die Rürup-Rente ein, liegt die Zahlung noch zwischen 158 und 198 Euro.

Um das Optimum bei der Rürup-Rente herauszuholen, sollte die Wahl des rentabelsten Anbieters im Vordergrund stehen. Denn die 765 Euro mögliche Rente für einen heute 30-Jährigen gibt es nur bei den besten Versicherern. Bei schlechteren Anbietern kann die Rente dagegen um bis zu 15 Prozent geringer ausfallen, was immerhin knapp 90 Euro im Monat entspricht. Bei einer Rentenlaufzeit von 20 Jahren summiert sich das insgesamt zu einem Unterschied von weit über 20.000 Euro. Hier sollten Sparer also unbedingt auf unabhängige Vergleichsplattformen zurückgreifen und sich informieren, bevor sie einen Vertrag abschließen. dapd