Aussteller aus 26 Ländern präsentieren auf der "opti" 2013 die neuesten Trends bei Brillen und Brillengläsern. Das Handwerk präsentiert in den Münchener Messehallen handgefertigte Design-Brillen. Mit dabei sind einige Start-ups aus Deutschland.
Anna-Maja Leupold

Früher hatten es Brillenträger schwer: Das Design vieler Brillen war längst nicht so ausgereift wie heute. Zudem mussten viele unter dicken Gläsern leiden. Dank zahlreicher Entwicklungen in Technik und Design ist das zum Glück anders geworden: Brillen verschaffen ihren Trägern nicht nur Durchblick, sie sind schon lange ein beliebtes Modeaccessoire geworden.
Die kommenden Trends der Brillenmode sind vom 25. bis 27. Januar auf der "opti" 2013 zu sehen, der internationalen Messe für Optik und Design. Auf dem Messegelände in München präsentieren sich dann mehr als 450 Aussteller aus 26 Ländern, darunter sind große Unternehmen ebenso wie Neugründungen und Brillenmanufakturen.
Titanbrillen aus einem Stück
Einer der Aussteller wird Adrian Marwitz sein, der sein eigenes Label erst 2012 in München gegründet hat. Der gelernte Augenoptiker, der einer Brillendynastie entstammt, fertigt seine Monoblock-Titanbrillen nach deutscher Handwerkskunst aus einem Stück. Auf der „opti“ stellt Marwitz seine Modelle erstmals vor. Zu sehen sind sie in einer der "opti"-Boxen in Halle C4. Denn dort wird Marwitz zusammen mit Gründern aus Italien, Spanien, den USA und Deutschland vertreten sein. Zehn verschiedene Brillenmodelle wird er im Gepäck haben, die sich durch ihr schlichtes Design auszeichnen. Die einzelnen Fassungen gibt es jeweils in verschiedenen Farben.
Eher klassisch sind dagegen die Brillenmodelle des erst im Oktober 2012 gegründeten Unternehmens Classic-Style-Eyewear. Sie enthalten Stilelemente aus längst vergangener Zeit. Hier ist jedes Produkt ein Unikat, denn sie werden in der hauseigenen Manufaktur von vier Mitarbeitern handgefertigt. Als Materialien setzt der Betrieb aus Oberursel im Taunus Federstahl, Neusilber, Acetat oder auch Leder ein.
Ob Material, Farbe, Länge der Brücke: Kunden können die Bestandteile der Brille individuell wählen. Liebhaber von Oldtimern haben die Möglichkeit, ihre Brille in der Farbe ihres Wagens zu bekommen.
Individualität durch Naturhorn
Ebenfalls handgefertigt sind die Brillen von Design naturell. Der Betrieb aus Daun in der Eifel setzt beim Material allein auf Naturhorn vom Wasserbüffel. Das soll besonders hautfreundlich und komfortabel sein.
In den Unikaten stecken jeweils rund drei bis vier Stunden Handarbeit. Selbst wenn jede Brille von der Form her gleich ist, ihr Aussehen ist dennoch jedes Mal anders. Denn die Struktur des Horns ist immer unterschiedlich.Abweichen kann die Brille aber auch in der Form, denn der Betrieb aus der Eifel fertigt die Modelle ganz nach Kundenwunsch. Wer möchte kann sich sogar den Namen oder die Handynummer in die Bügel eingravieren lassen.
Individualität hat sich auch das Brillenlabel Funk auf die Fahnen geschrieben, dem der Optiker und Designer Dieter Funk seinen Namen gegeben hat. Seit 2004 werden die Brillen in der Manufaktur im bayerischen Kinsau hergestellt. Dort entstehen drei verschiedene Kollektionen. "Funk Royal" und die Linie "Sashee Schuster", die von den goldenen 20ern und den swingenden 50ern inspiriert ist. Die Kollektion "Funk Food" erinnert dagegen an die schrillen 90er Jahre – der Zeitraum als Funk gegründet wurde. Auf der "opti" wird das Label in Halle C4 neue Brillen aus Metall und Acetat-Metall präsentieren.