CES in Las Vegas Die Techniktrends für das Jahr 2013

Eine Woche lang zeigten zahlreiche Aussteller von Rang und Namen auf der weltgrößten Elektronikmesse in Las Vegas ihre technischen Neuheiten für 2013. Neben vielen Spielereien, präsentierten die Hersteller auch einige sehr praktische Weiter- und Neuentwicklungen auf der Consumer Electronics Show. Die Trends im Überblick.

Steffen Guthardt

Die Gabel bestimmt wie schnell Sie essen. - © Foto: Slowcontrol

Glanz und Glamour wohin das Auge reicht. Das gilt nicht nur für die Wüstenstadt Las Vegas, in der diese Woche die Consumer Electronics Show traditionell gastierte, sondern auch für die Messe selbst. Rund 3.000 Aussteller zeigen rund 150.000 Messebesuchern ihre neuen technischen Finessen, von denen die meisten im Handel noch gar nicht verfügbar sind.

Im Fokus steht einmal mehr die Unterhaltungselektronik. Ob riesige Fernseher, neue Smartphones oder Kameras mit Internetanschluss. Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich zum Beispiel auf Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von über zwei Metern und Ultra-HD-Auflösung freuen. 3D und Internetanbindung gehören inzwischen ohnehin schon zum Standard. Der pure Kinogenuss im eigenen Wohnzimmer kostet jedoch zwischen 10.000 und 30.000 Euro und dürfte daher dem Normalverdiener noch eine Weile vorenthalten bleiben.

Smartphones mit Linux

Bezahlbarer sind da schon die neuen Smartphones, die auf der Messe zu sehen sind. Auch hier setzen die Hersteller vor allem auf die Größe der Displays, so dass einige von ihnen kaum mehr kleiner als die beliebten Tablet-PCs mit sieben Zoll ausfallen. Die mobilen Begleiter passen damit allerdings auch immer schlechter in die Hosentasche. Interessanter ist da schon ein neues Betriebssystem, das aufs Smartphone kommt. Der Linux-Ableger Ubuntu soll Googles Android, Appel iOS und Windows 8 Konkurrenz machen.

Bei den Kameras setzen die Hersteller immer mehr auf die totale Vernetzung. So lassen sich aufgenommene Bilder nicht nur bequem per Drahtlosverbindung über einen Wlan-Drucker ausgeben, sondern einige Modelle unterscheiden sich kaum noch von einem Smartphone. Vor allem Googles Betriebssystem Android wird von immer mehr Herstellern genutzt und verwandelt die schnöde Kamera in eine Unterhaltungszentrale.

Selbstfahrende Autos

Für staunende Blicke unter den Besuchern sorgten neue Autos von Audi, Toyota oder Chevrolet, die dem Besitzer das Autofahren in Zukunft beinahe vollständig abnehmen sollen. Der Kfz-Autopilot soll das Fahrzeug mit Sensoren und Kameras wie von Geisterhand durch den Verkehr lenken und Unfälle beinahe unmöglich machen. Andere Modelle begnügen sich mit einer Internetverbindung, so dass während der Fahrt ohne Griff zum Smartphone bequem E-Mails gelesen und der Terminkalender aufgerufen werden kann.

Ein spannendes Gadget präsentierte das französiche Startup-Unternehmen Slowcontrol. Die sogenannte "Hapifork" ist eine Gabel, die mit Sensoren ausgestattet ist. Wer sein Mittagessen zu hastig herunterschlingt, soll von der Gabel mit einem Vibrationsalarm gestoppt werden. Zudem lässt sich über die mitgelieferte Software die Kalorienzufuhr kontrollieren.

Weitere Eindrücke von des CES finden Sie in unserer Bildergalerie.