Branche Die Stimmung im Kfz-Gwerbe verbessert sich

Das deutsche Kfz-Gewerbe rechnet nach Umsatzverlusten im vergangenen Jahr mit positiven Impulsen für das Gesamtgeschäft. "Die Stimmung in der Branche hat sich innerhalb eines Jahres deutlich verbessert", sagte der Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Robert Rademacher.Von Karin Birk

Die Stimmung im Kfz-Gwerbe verbessert sich

Mehr als 80 Prozent der Autohäuser und Werkstätten hätten ihre Geschäftslage im ersten Quartal 2011 als gut oder befriedigend bezeichnet, sagt er. Vor Jahresfrist hätten dagegen noch rund 53 Prozent ihre aktuelle Lage als schlecht eingeschätzt. Allerdings habe die Branche derzeit ein schon lange nicht mehr da gewesenes Problem: "Es fehlt die Ware“, sagte Rademacher. Gängige Neuwagen-Modelle hätten Lieferfristen von mehr als sechs Monaten.

"Spürbarer" Anstieg der Neuzulassungen

Insgesamt rechnet der Verband für 2011 mit einem Anstieg der Neuzulassungen auf "spürbar“ über drei Millionen Fahrzeuge. Bei den Gebrauchtwagen geht Rademacher davon aus, dass rund 6,4 Millionen Fahrzeuge den Besitzer wechseln. Auch im dritten Geschäftsbereich, im Service und Teilegeschäft, werde angesichts der besseren wirtschaftlichen Lage mit einer leicht wachsenden Nachfrage gerechnet.

Schon das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich nach den Worten Rademachers besser entwickelt als erwartet. Nach der durch die Abwrackprämie beflügelten Sonderkonjunktur 2009 sei der Rückgang 2010 mit einem Umsatzrückgang von 3,2 auf 130 Milliarden Euro weniger stark geschrumpft als prognostiziert. Insgesamt seien die Umsätze mit Pkw-Neufahrzeugen um 12,5 Prozent auf 52,15 Milliarden Euro zurückgegangenen.

Zuwachs im Gebrauchtwarenhandel

Dagegen hätte beim Handel von Gebrauchtwagen im Markenhandel ein Zuwachs von 2,7 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro verzeichnet werden können. Auch beim Verkauf von neuen Nutzfahrzeugen habe die Branche um 30 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro und bei gebrauchten Nutzfahrzeugen um 9,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zulegen können. Darüber hinaus sei das Servicegeschäft um drei Prozent auf 29 Milliarden Euro gewachsen. Allerdings sei das erreichte durchschnittliche Ertragsniveau der Betriebe bei einer leichten Verbesserung der Umsatzrendite von 1,3 auf 1,5 Prozent noch nicht zufrieden stellend.