Die Qualität spielt beim Autokauf die wichtigste Rolle

Viele Chefs im Handwerk wollen in ihren Fuhrpark investieren

Die Qualität spielt beim Autokauf die wichtigste Rolle

Die Autoindustrie darf sich freuen. Das Handwerk wird weiterhin kräftig in seinen Fuhrpark investieren. Von den Teilnehmern an der Wahl des Chef Kombis planen 72,16 Prozent in den nächsten zwei Jahren eine Neuanschaffung.

Die Umfrage nach den beliebtesten Chef Kombis liefert auch interessante Einsichten in die Fuhrparkentscheidungen der Unternehmer im Handwerk, denn es werden zusätzliche Daten abgefragt und von Studenten der Universität Augsburg ausgewertet. Von den Kaufinteressenten wollen sich die meisten einen Kombi zulegen, der mit knapp 38 Prozent noch vor dem Transporter (30,29 Prozent) rangiert. Das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung ist nicht der Preis, der erst an fünfter Stelle genannt wurde. Am wichtigsten beim Autokauf ist den Handwerkern die Qualität - so wie beim Anspruch an die eigene Arbeit. Außerdem spielen Verbrauch, Fahreigenschaften und Platzangebot eine wichtige Rolle.

Generell bleibt aber der Transporter bis 3,5 t das klassische Handwerkerfahrzeug. Von den 4.984 Fahrzeugen der Teilnehmer - das sind im Durchschnitt vier pro Unternehmen - gehören 38 Prozent in diese Kategorie. Aber schon an zweiter Stelle rangiert der Kombi, der im zumeist inhabergeführten Handwerk vorwiegend vom Chef gefahren wird. 85,6 Prozent der Chefs nutzen ihren Kombi auch privat - ein wichtiger Hinweis für die Autohersteller. Sie wissen, dass gerade beim Kombi die Anforderungen der Kunden sehr hoch sind. Die Fahrzeuge müssen den Spagat zwischen Business und Freizeit schaffen, sollen wirtschaftlich und praktisch, aber gleichzeitig auch bequem und komfortabel sein - und nicht zuletzt einen gewissen Status verkörpern.

Audi scheint diesen Anforderungen am besten gerecht zu werden. Jedenfalls war das Votum der Handwerker eindeutig. Ausruhen auf den Lorbeeren können sich die Chef Kombi-Sieger aber nicht, denn im 125. Jahr nach der Erfindung des Automobils stehen die Hersteller vor ebenso großen Herausforderungen wie ihre Ahnen. Wie die Mobilität der Zukunft aussehen wird, steht noch in den Sternen. Für Audi-Manager Armin Villinger steht allerdings fest: „Otto- und Dieselmotoren werden noch lange den Markt dominieren. Es gibt noch viele Möglichkeiten, Verbrauch, CO2-Emissionen und Fahrspaß zu optimieren.“ Gleichzeitig kündigte er während der Preisverleihung an, dass Ende 2012 mit dem R8 e-tron der erste rein elektrisch betriebene Audi in Kleinserie auf den Markt kommt. ste