Die Pläne der EU
Die EU strebt für das Jahr 2020 eine um ein Fünftel höhere Energieeffizienz an. Die Kommission setzt dabei vor allem auf die Gesetzgebung. Aber die EU sollte auch verbindliche Vorgaben setzen und Anreize geben, fordert Günther Oetttinger (CDU). In ihrem Vorschlag fordert die Kommission einen eigenen Schwerpunkt für die Stadt- und Gebäudesanierung. In einem bestimmten Maße sollten europäische Fördermittel und -zuschüsse für Investitionen zur Energieeffizienz von öffentlich als auch privat genutzten Gebäuden eingesetzt werden. Fortschreiben und möglicherweise ausweiten will Oettinger auch die EU-Vorschriften zum Ökodesign sowie der Kennzeichnung (Labeling) des Energieverbrauchs von Produkten. „Wir wollen Ökodesignvorschriften für alle strombetriebenen Haushaltsgeräte“, sagte Oettinger im Gespräch mit der DHZ. Industrieanlagen, jedoch nicht Klein- und Mittelbetriebe, sollen zu einem Energieaudit verpflichtet werden. Oettinger wünscht sich jedoch, dass zum Beispiel Handwerksunternehmen bei Investitionen in neue Geräte besser beraten werden. Ein Label auf einem Gerät, also Transparenz im Blick auf den Energieverbrauch, wäre ein gutes Mittel, über den Kauf oder manches Mal auch über die Stilllegung einer Anlage zu entscheiden.haf