Beleuchtung im Betrieb Die Nachfolger der Glühbirne im Vergleich

1880 erhielt Thomas Alva Edison das Patent für seine Glühfadenlampe und startete wenige Jahre später die Massenproduktion. Nun dürfen die Leuchtmittel wegen ihrer mangelnden Energieeffizienz nicht mehr angeboten werden. Welche Alternativen bieten sich?

Steffen Guthardt

Die LED-Lampe ist bekannt von Flachbildfernsehern, eignet sich aber auch für die ­Beleuchtung der Werkshalle. - © Foto: Qyzz/Fotolia

Energiesparlampen

Die bekannteste Alternative ist die Kompaktleuchtstofflampe, besser bekannt als Energiesparlampe. Großer Vorteil gegenüber der Glühbirne: Sie verbraucht je nach Modell zwischen 80 und 90 Prozent weniger Strom. Auch die Lebensdauer einer Energie­sparlampe ist der Glühbirne weit überlegen. Bis zu 15.000 Stunden kann eine Lampe durchhalten und damit gut das 15-Fache der Glühbirne. Hochgerechnet auf diesen Lebenszyklus spart ein Verbraucher pro Lampe 50 bis 100 Euro Strom. Zudem sind die Lampen kompatibel zu den E27-Fassungen der Glühlampe, so dass hier keine weiteren Kosten bei der Installation anfallen.

Ein immer wieder aufgeführter Kritikpunkt an Energiesparlampen ist das erzeugte Licht. Dieses wirkt weißer und „kälter“ als bei den herkömmlichen Glühlampen und schafft ein weniger wohnliches Ambiente. Das liegt daran, dass das Lichtspektrum der Energie­sparlampe eine geringere Gleichmäßigkeit aufweist. Zudem haben diese Lampen nach dem Einschalten eine gewissen „Anlaufzeit“, bis sie die volle Lichtstärke erreichen. Umweltschützer schrecken beim Thema „Energiesparlampe“ auf, weil die Lampen Quecksilber enthalten, das für Natur und Mensch schädlich ist. Doch es gibt auch Modelle mit Silikonummantelung und Kunststoffkolben auf dem Markt, die bei einem Bruch kein Quecksilber austreten lassen. Das Quecksilber erschwert die fachgerechte Entsorgung. Die Energiesparlampe gehört nicht in den Hausmüll, sondern muss in speziellen Containern oder an kostenfreien Sondermüllannahmestellen entsorgt werden.

LED-Lampen

Die Leuchtdioden-Technologie, besser bekannt als LED, ist vielen schon von den modernen Flachbild-Fernsehern bekannt. Doch die Technik eignet sich auch, um damit Wohnungen oder Betriebsräume auszuleuchten. Große Vorteile der LED sind die hohe Lebensdauer, ihre Widerstandsfähigkeit bei Stößen und die geringen Verbrauchswerte. Eine LED mit sieben Watt entspricht der Leistung einer 40-Watt-Glühbirne. Die Farbqualität kommt sehr nah an das „warme“ Lichtbild der Glühbirne heran. Zudem können wie bei der Energiesparlampe die von der Glühbirne bekannten Fassungen E27 und die schmälere E14 genutzt werden. Im Gegensatz zur Energiesparlampe verwendet die Leuchtdiode kein Quecksilber, ist damit weniger gesundheits- und umweltgefährdend und lässt sich leichter entsorgen. Außerdem sind die LEDs durch ihre geringe Größe vielfältig einsetzbar, weil wenig Platz für die Installation gebraucht wird.

Größtes Manko der LED sind die noch hohen Preise für den großflächigen Einsatz im Betrieb. Derzeit kostet eine hochwertige 10-Watt-LED-Leuchte noch etwa 30 Euro. Dafür hätte ein Käufer bisher etwa 30 Glühbirnen mit

60 Watt bekommen. Durch das Aus der Glühbirne steigt allerdings nun die Nachfrage und die steigende Massenproduktion drückt die Preise von LEDs nach unten. Hier dürfte es sich lohnen, noch ein, zwei Jahre mit der kompletten Umstellung im Betrieb zu warten.

Halogenlampen

Halogenlampen können vor allem mit ihrer Lichtqualität punkten. Das Licht wirkt im Vergleich zu einer Energiesparlampe warm und natürlich und ist besonders in privat genutzten Wohnobjekten beliebt. Wer bei der Lampenauswahl Wert auf den Umweltschutz legt, ist mit der Halogentechnik gut beraten. Die Lampe enthält so wenig belastende Inhaltsstoffe, dass sie auch problemlos im Haus- und Gewerbemüll entsorgt werden kann. Die Energieeffizienz bei Halogenlampen kommt allerdings nicht an die Verbrauchswerte von Energie-spar- und LED-Leuchten heran. Verbraucht eine hochwertige Lampe immerhin 30 bis 40 Prozent weniger Strom als eine Glühbirne, lässt sich mit einem Billigmodell kaum noch etwas sparen. Die Betriebsdauer einer Halogenleuchte beträgt etwa 2.000 Stunden und liegt damit deutlich hinter LED- und Energiespar­lampen zurück.

Fazit

Der Vergleich zeigt, dass es die eine Alternative zur Glühbirne nicht gibt und die Wahl von den gestellten Ansprüchen abhängt. Im Preis-Leistungs-Verhältnis liegt derzeit die Energiesparlampe vorne. Allerdings dürfte die LED-Technik bei weiter fallenden Herstellungspreisen die Beleuchtung der Zukunft sein.