Die meisten Anleger dürften die Finanznöte Griechenlands im eigenen Portfolio kaum spüren. Da griechische Anleihen etwa Euro-Rentenfonds nur in kleinen Mengen beigemischt seien, sei das Risiko bei einem griechischen Zahlungsausfall gering, berichtete die Stiftung Warentest am Freitag. Unmittelbar betroffen seien jedoch Anleger, die direkt Anleihen des griechischen Staats halten.
Die meisten Anleger dürften Griechenland-Krise kaum spüren
Berlin (dapd). Die meisten Anleger dürften die Finanznöte Griechenlands im eigenen Portfolio kaum spüren. Da griechische Anleihen etwa Euro-Rentenfonds nur in kleinen Mengen beigemischt seien, sei das Risiko bei einem griechischen Zahlungsausfall gering, berichtete die Stiftung Warentest am Freitag. Unmittelbar betroffen seien jedoch Anleger, die direkt Anleihen des griechischen Staats halten.
Die Stiftung Warentest rät Anlegern von Euro-Rentenfonds, sich im Zweifel darüber zu informieren, wie hoch der Anteil griechischer Papiere in dem Fonds ist. In größeren Mengen den Fonds beigemischt seien in der Regel Papiere Spaniens und Italiens, die ebenfalls kritisch beäugt worden seien. Die Anleihekurse zeigten aber, dass die Sorge um diese Länder geringer geworden sei.
Bei börsengehandelten Rentenindexfonds gibt die Stiftung nach einer stichprobenartigen Überprüfung Entwarnung. Griechische Anleihen seien kaum vertreten, allerdings habe der Anteil der Anleihen aller Problemländer bei einigen Fonds bis zu 40 Prozent betragen. Grund seien vor allem italienische Papiere. Wer sicher gehen wolle, solle die Rentenindexfonds in solche Fonds tauschen, die ausschließlich deutsche Staatsanleihen enthalten.
Tagesgeld ist laut Stiftung Warentest nicht betroffen, auch die Versicherungen gäben Entwarnung. Ebenso gebe der Euro-Kurs derzeit keinen Grund zur Sorge.
dapd
