Die niedersächsische Landesregierung hat den 121 Krabbenfischern im Land Hilfen zugesagt. "Die Lage ist außerordentlich ernst, so ernst, wie im ganzen letzten Jahrzehnt nicht", sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft Weser-Ems, Dirk Sander.
"Die Lage ist außerordentlich ernst"
Hannover (dapd-nrd). Die niedersächsische Landesregierung hat den 121 Krabbenfischern im Land Hilfen zugesagt. "Die Lage ist außerordentlich ernst, so ernst, wie im ganzen letzten Jahrzehnt nicht", sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft Weser-Ems, Dirk Sander.
Seit Ostern protestieren die Krabbenfischer an der Nordseeküste mit einem Fangstopp gegen die niedrigen Marktpreise. Der durch ein Überangebot zustandegekommene Erzeugerpreis von 1,57 Euro je Kilogramm decke nicht einmal mehr die Betriebskosten der Kutterfischer, beklagen sie.
Die Landesregierung übernimmt nun etwa die durch eine EU-Auflage nötig gewordenen Investitionen für ein elektronisches Logbuch. Zudem sollen vergünstigte Kredite der landwirtschftlichen Rentenbank geprüft und Gespräche mit den niederländischen Fischereivertretern geführt werden.
Laut Sander haben die Niederländer durch ihre Fischerei im Winter erst für das jetzige Überangebot gesorgt. "Die machen unsere Familienbetriebe kaputt", kritisierte er. Mit dem Verlauf der Gespräche in der Staatskanzlei zeigte er sich zufrieden. "Ich kann nun unseren Fischern sagen, dass Land Niedersachsen steht komplett hinter uns."
"Unsere Fischer gehören zu Niedersachsen, sie prägen das Hafenbild, sind aktive Tourismusförderung und von großer wirtschaftlicher und landeskultureller Bedeutung", begründete McAllister die Hilfen.
Wie lange der Fangstopp noch andauert, ist laut Sander unklar. Die Fischer würden erst wieder bei einem Preis von drei Euro ausfahren, betonte er.
dapd
