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Rudolf Wild aus Baunach Die Höhle der Löwen: Tischler präsentiert die Ruwi Multiharke

Dass Handwerker auch im Ruhestand noch kreativ sind, beweist Tischlermeister Rudolf Wild. Der 79-Jährige ist der bislang älteste Gründer, der sich in "Die Höhle der Löwen" traut. Ob er die Investoren der Vox-Erfinder-Show am 11. September von seiner Ruwi Multiharke überzeugen kann?

DHZ: Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Rudolf Wild: Ich war schon als Kind gerne im Garten und dieses Hobby begleitet mich bis heute. Doch mit dem Alter werden die Gartenarbeiten immer beschwerlicher. Besonders beim Entfernen von Unkraut zwickt es schon mal im Knie oder Rücken und so kam mir die Idee für ein Werkzeug, mit dem man im Stehen arbeiten kann. Außerdem kann man nun mit nur einem Gerät viele unterschiedliche Arbeiten wie Erde andrücken, Pflanzmulden ziehen, Roden oder Graben ausführen und muss nicht zig andere Utensilien noch mit sich tragen. Ich habe also einen echten Problemlöser für alle Gartenbesitzer und die Kommunen entwickelt.

DHZ: Und dann haben Sie sich bei der VOX Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" angemeldet?

Wild: Mein Sohn Stefan hat die Bewerbung zu "Die Höhle der Löwen" geschickt, ohne dass ich davon wusste. Das war eine tolle Überraschung. Der ganze Drehtag war sehr spannend und alle, vor und hinter der Kamera, waren außerordentlich nett.

DHZ: Sie sind von Herzen Handwerker...

Wild: Stimmt! Ich bin seit 50 Jahren selbstständiger Tischlermeister, mein Unternehmen gibt es also schon länger als "Die Höhle der Löwen". Früher hatte ich schon mal eine Erfindung, und zwar vor zwanzig Jahren den Ruwi Spaten, mit dem man sehr kraftsparend Löcher ausheben kann. Das ist normalerweise eine sehr anstrengende Arbeit und deswegen habe ich meinen eigenen Spaten erfunden – der Prototyp war gemacht aus einem Eisenrohr, bearbeitet mit den Maschinen in meiner Werkstatt. Der Spaten ist super, vor allem auch in steinigen und harten Böden. Ich habe den Spaten auf Messen vertrieben und auch mit einem Patent geschützt. Ganz ehrlich: Meine Frau Brigitte war nicht begeistert. Das hat allerhand Geld gekostet! Dabei habe ich bei den Messen meist im Zelt geschlafen. Etwa zehn Jahre ging das so, neben der Tischlerwerkstatt. Dann wurde ich älter und hatte Schwierigkeiten mich beim Gärtnern zu bücken. Und ich bin ja grundsätzlich ein Typ, der sich mit nichts zufrieden gibt. Also habe ich mir was Neues ausgedacht: Aus einer handelsüblichen Hacke habe ich ein Dreieck rausgeschnitten. Mein Ziel: Im Stehen gärtnern. Und das hat geklappt! Mit der Ruwi Multiharke kann man das Unkraut fest packen und rausziehen. Anschließend tüftelte ich weiter und es entstand die Ruwi Multiharke.

DHZ: Was motiviert Sie?

Wild: Die Beliebtheit des Produkts und die Nachfrage. Ich vertreibe die Ruwi Multiharke in Eigenproduktion und verkaufe auf Gartenmessen und in meinem Online-Shop. So bessern die Multiharke und der Spaten unsere Rente auf.

DHZ: Wie haben Sie sich auf "Die Höhle der Löwen" vorbereitet?

Wild: Na ja, ich weiß, was die Vorteile meiner Multiharke sind, das habe ich auch im Pitch berichtet. Das Wort "Pitch" hatte ich allerdings vor der Sendung noch nie gehört.
Der Dreh war dann der Wahnsinn! Und der Auftritt war leichter, als ich es mir vorgestellt habe! Die fünf "Löwen” haben mich so nett empfangen und interessiert gefragt – ein richtig toller Tag war das. Nur die Geheimhaltung vor den Nachbarn und Freunden ist wirklich knifflig.

DHZ: Wie ist es, den Löwen gegenüber zu stehen?

Wild: Ich war schon aufgeregt, vor einer Fernsehkamera steht man ja schließlich nicht jeden Tag. Aber die "Löwen” waren sehr nett, respektvoll und freundlich. Ich bin sehr gespannt, am 11. September erstmals selbst zu sehen, wie ich mich im Fernsehen mache und wie die Reaktionen der Zuschauer sein werden.

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