Der Spezialchemie-Konzern Evonik könnte noch in diesem Jahr an die Börse kommen. Der Vorstand der RAG-Stiftung habe mit Billigung des Kuratoriums beschlossen, die Platzierung der Aktien zügig vorzubereiten, sagte der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, am Dienstag in Essen. "Im Herbst wird entschieden, ob ein Börsengang noch in diesem Jahr möglich ist", sagte er.
Die Entscheidung soll im Herbst fallen
Essen (dapd). Der Spezialchemie-Konzern Evonik könnte noch in diesem Jahr an die Börse kommen. Der Vorstand der RAG-Stiftung habe mit Billigung des Kuratoriums beschlossen, die Platzierung der Aktien zügig vorzubereiten, sagte der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, am Dienstag in Essen. "Im Herbst wird entschieden, ob ein Börsengang noch in diesem Jahr möglich ist", sagte er.
Allerdings hält sich die Stiftung wegen der "beträchtlichen Risiken im politischen und wirtschaftlichen Umfeld" ausdrücklich auch die Möglichkeit offen, den Börsengang jederzeit anzuhalten. Als Risikofaktoren nannte sie die Entwicklung der Rohstoffpreise, die Währungsturbulenzen und die Folgen der Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan.
Die Stiftung hatte schon 2008 einmal einen Börsengang angepeilt, aus dem aber aufgrund der aufziehenden Finanzkrise nichts wurde. Die Stiftung habe damals gezeigt, dass sie sich nicht unter Druck setzen lasse, betonte Bonse-Geuking.
Die RAG-Stiftung hält 74,99 Prozent der Evonik-Anteile. Der Rest ist im Besitz der Investmentfirma CVC Capital Partners. Mit den Erlösen aus dem Börsengang sollen nach dem Kohleausstieg die "Ewigkeitslasten" des deutschen Bergbaus - wie die Wasserhaltung im Ruhrgebiet - finanziert werden. Die Rückstellungen dafür lagen Ende 2010 bereits bei 2,2 Milliarden Euro.
dapd
