Umfrage zur Arbeitsfreude Die Deutschen und ihr Job: Mehrheit ist zufrieden

Von wegen Arbeitsfrust. Die meisten Deutschen lieben ihren Job. Das hat eine kürzlich veröffentlichte Umfrage ergeben. Was zur Zufriedenheit an erster Stelle steht und warum Männer anders als Frauen ticken.

Laut Umfrage sind 79 Prozent der Friseure und Schönheitspfleger nach eigenen Angaben glücklich. Das kommt natürlich auch den Kunden zugute. - © Foto: Colourbox.de

75 Prozent der deutschen Beschäftigten macht ihr Job Spaß. Jeder Dritte ist sogar richtig glücklich damit. Was die Berufstätigen am meisten motiviert? Sie lieben es Herausforderungen zu meistern, um auf ihr Arbeitsergebnis stolz sein zu können. Das gilt besonders für Arbeitnehmer ab 55 Jahren. Darüber hinaus fördere ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag die Aussicht auf Gehaltssteigerung sowie eine gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit das Wohlbefinden. Das teilt die Bank "Credit Plus" mit. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat sich im Auftrag der Bank umgehört, wie zufrieden die Deutschen mit ihrem Job sind.

Frage der Geschlechter

Allerdings gibt es zwischen den Geschlechtern Unterschiede. Frauen genießen öfter als Männer den Kontakt und Austausch mit Kollegen und Kunden. Doch mit dem Job ist es scheinbar so wie mit dem Wetter. Während die große Mehrheit in ihrem Beruf aufgeht, ist das bei 18 Prozent der Befragten tagesformabhängig. Fünf Prozent sind dagegen eher unzufrieden und ganze zwei Prozent haben so gar kein Vergnügen an ihrem Job.

Wie die Bank weiter mitteilt, sind die Berufseinsteiger am motiviertesten. So haben 37 Prozent der 25 bis 34-Jährigen angegeben, uneingeschränkt großen Spaß im Job zu haben. Mit Beginn der Familienphase rücken allerdings wieder andere Dinge in den Vordergrund als der Traumjob. In zeiten der Familienplanung würde bei den 35- bis 44-Jährigen der Anteil an "Jobliebhabern" nur noch bei einem Viertel liegen.

© Quelle: CreditPlus Bank AG

Herausforderungen motivieren

Für 92 Prozent der Berufstätigen ist der Job mehr als nur reiner Gelderwerb. Für ihre Motivation brauchen sie laut "Credit Plus" keine stressfreie Tätigkeit, sondern würden nach Herausforderungen suchen. So macht es laut Umfrage 27 Prozent der Bürger stolz, Ergebnisse zu produzieren und Schwierigkeiten zu meistern. Damit ist Zufriedenheit über die eigene Leistung das am häufigsten genannte Motiv für hohen Arbeitseinsatz.

Auf Platz zwei landet die Abwechslung im Joballtag . Für 18 Prozentder Befragten ist ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag sehr wichtig. 15 Prozent der Beschäftigten hierzulande spornt der Gedanke an, mit Ehrgeiz im Job auch das Gehalt steigern zu können. Die Umfrage zeigt auch, dass 14 Prozentder Befragten eine Tätigkeit ausüben wollen, die sinnvoll für die Gesellschaft ist.

Faktor Teamarbeit

Ebenfalls unter den Top fünf der Anreize landet der soziale Kontakt zu den Arbeitskollegen. Doch auch hier gibt es wieder Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während für 14 Prozent der Frauen Teamarbeit und der Austausch mit Kollegen Motivationsgrund Nummer eins sind, kommen die Männer nur auf zehn Prozent. Als reines Mittel zum Zweck des Gelderwerbs sehen jedoch weder Männer noch Frauen ihren Beruf. Lediglich acht Prozent sind dieser Meinung. Die Mehrheit strebe laut Aussage der Bank nach einem Job, der sie vor allem glücklich macht.

Auch mit Blick auf einen "Karriere-Kredit" hat die Umfrage interessante Ergebnisse ans Licht gebracht. So würden 42 Prozent der Arbeitnehmer zum Wohl der Karriere einen Kredit aufnehmen. Das sind vier Prozent weniger als 2013. Am ehesten sind die Deutschen bereit, für die Gründung eines eigenen Unternehmens ein Darlehen in Anspruch zu nehmen. Jeder sechste könne sich das vorstellen. Auch hier waren es 2013 noch mehr. dhz