Sony World Photography Awards Die besten Fotos in zehn Kategorien

Drei Deutsche haben beim offenen Wettbewerb des renommierten Sony World Photography Awards den ersten Platz belegt. Die Fotos und ihre Geschichte.

Steffen Guthardt

1. Platz, Kategorie "Straße": Hamburg im Frühling 2017. Sie gilt als die anmutigste Dame ihrer Nachbarschaft, trotz der Last des Alters. Immer farbenfroh gekleidet und guter Laune, auch wenn der Alltag für sie ein Kampf und eine Herausforderung ist. Und nie ohne ihren besten Freund - ihr kleiner Hund. - © Manuel Armenis, Germany, Winner, Open Street Photography and Winner, Germany National Award, 2018 Sony World Photography Awards

320.000 Fotos aus über 200 Ländern wurden bei der diesjährigen Auflage der Sony World Photography Awards eingereicht. Beim so genannten offenen Wettbewerb, an dem keine professionellen Fotografen teilnehmen, haben gleich drei Aufnahmen aus Deutschland den ersten Platz in ihrer jeweiligen Kategorie belegt.

Das Foto "Old Friends" von Manuel Armenis aus Hamburg hat nicht nur in der Kategorie "Straße" gewonnen, sondern ist zugleich Sieger unter allen Einreichungen aus Deutschland für den offenen Wettbewerb.

Armenis wurde 1971 in Mannheim geboren. In seinem Beruf erforscht er die menschlichen Lebensbedingungen in alltäglichen städtischen Umgebungen. Sein prämiertes Foto wurde im Frühjahr 2017 in Hamburg aufgenommen. Zu sehen ist eine Dame, die - nach den Worten des Fotografen - trotz der Last des Alters, in ihrer Nachbarschaft für ihren farbenfrohen Kleidungsstil und ihr stets freundliches Lächeln bekannt ist. Immer an ihrer Seite ist ihr bester Freund - ein kleiner Hund.

Ein weiterer deutscher Preisträger ist Klaus Lenzen aus Ratingen mit dem Foto "Every breath you take". Klaus Lenzen ist pensionierter Bankkaufmann und leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Für seine Aufnahmen hat er bereits zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben erhalten, darunter auch frühere Erfolge bei den Sony World Photography Awards. Seine Bilder sind geprägt von Minimalismus, insbesondere zu Formen, Farben und Strukturen im Alltag.

Der dritte Preisträger aus Deutschland ist Andreas Pohl aus Berlin. Sein prämiertes Foto in der Kategorie Architektur trägt den Namen "The man and the mysterious tower". Andreas Pohl lebt und arbeitet als Wissenschaftler in Berlin. Im Dezember 2009 kaufte er seine erste richtige Kamera und ab 2014 widmete er sich der Langzeitbelichtung. Pohl nutzt die Fotografie zur Entspannung.

Die Gewinner der Sony World Photography Awards für Profifografen werden am 19. April 2018 verkündet.