Technische Zeitreise Die besten Erfindungen von Handwerkern

Ob Stollenschuhe von Adidas oder der Dübel von Artur Fischer - Handwerkern verdanken wir viele nützliche Erfindungen, die heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind. Zehn berühmte Errungenschaften von Handwerkern.

Adolf Dassler verdanken die Fußballer den Schraubstollenschuh. Der Gründer von adidas entwickelte die Idee weiter und brachte diese 1953 auf den Markt. Mit seinen Stollen gewannen die Deutschen 1954 das WM-Endspiel gegen Ungarn. - © picture alliance/INSIDE-PICTURE/dpa

Adolf Dassler verdanken die Fußballer den Schraubstollenschuh. Als der gelernte Bäcker und Schuhmacher die abschraubbaren Stollen aus Nylon erfand, gab es bereits genagelte Stollen. Der Gründer von adidas entwickelte die Idee weiter und brachte diese 1953 auf den Markt. Mit seinen Stollen gewannen die Deutschen 1954 das WM-Endspiel gegen Ungarn. Die Ungarn versanken mit ihren Schuhen im Morast. Die Deutschen hatten in der Halbzeit hingegen längere Stollen auf ihre Schuhe geschraubt, um trotz des Regens genügend Halt zu finden.

Handwerker gelingt die erste Fernsehübertragung

Manfred von Ardenne gelingt im Winter 1930 die erste elektronische Fernsehübertragung. Ein Jahr darauf präsentierte er auf der Berliner Funkausstellung ein von ihm entwickeltes Fernsehgerät. Der gebürtige Hamburger war bereits als Jugendlicher technisch sehr begabt. 1923 begann er eine Ausbildung zum Feinmechaniker.

Oskar Barnack, einem gelernten Feinmechaniker und Hobbyfotograf, verdanken wir die Kleinbildkamera. So entwickelte er in Privatarbeit in den Jahren 1913/14 eine kleine Fotokamera, die ebenfalls mit auf kleinen Rollen gezogenem 35-mm-Filmmaterial arbeiten konnte bei einem Aufnahmeformat von 24 mm × 36 mm.

Heinrich Göbel war Feinmechaniker, der 1865 US-Staatsbürger wurde. Bekannt wurde er dadurch, dass er behauptete die Glühbirne bereits in den 1850er Jahren erfunden zu haben ohne sich die Idee patentieren zu lassen. Seine Behauptung konnte jedoch nie bewiesen werden. 1880 hatte Edison die Glühlampe mit Kohleglühfaden zum Patent angemeldet. Heinrich Göbel hat aber auch erfolgreich Patente angemeldet, unter anderem für eine Verbesserung der Nähmaschine (1865) und eine Technik zur Verbindung von Kohlefäden mit Metalldrähten in Glühlampen (1882).

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    1969 meldete Jürgen Dethloff gemeinsam mit Helmut Göttrup beim Patentamt die Idee einer Plastikkarte mit einem integrierten Schaltkreis an: die Chipkarte war erfunden.
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    Seit 1958 gibt es dank Artur Fischer Dübel aus Kunststoff.
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    1930 gelingt Manfred von Ardenne die erste elektronische Fernsehübertragung. Ein Jahr später präsentierte er auf der Berliner Funkausstellung ein von ihm entwickeltes Fernsehgerät.
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    Oskar Barnack entwickelte die Kleinbildkamera. Sie konnte mit 35-mm-Filmmaterial arbeiten, bei einem Aufnahmeformat von 24 mm × 36 mm.
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    War es doch nicht Edison? Heinrich Göbel behauptete, die Glühbirne bereits in den 1850er Jahren erfunden zu haben, ohne sie sich patentieren zu lassen. Bis heute konnte das nicht bewiesen werden.
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    Ein netter Zufall: Christian Buschmann wollte seinem Vater beim Klavierstimmen helfen und erfand dabei im 19 Jahrhundert die Mundharmonika.
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    Friedrich Gottlob Keller kam 1843 auf die Idee, Holz abzuschleifen und erfand damit Papier aus Holzfasern.
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    1903 ließ sich Reinhold Burger die Thermoskanne patentieren. Er experimentierte zuvor jahrelang an isolierenden Glasgefäßen.
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    Im Jahr 1902 ließ sich Robert Bosch erstmals eine Zündkerze in Kombination mit einem Hochspannungsmagnetzünder patentieren. Das Bild zeigt einen Plakatentwurf einer von 1921.
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    Adolf Dassler verdanken die Fußballer den Schraubstollenschuh. Der Gründer von adidas entwickelte die Idee weiter und brachte diese 1953 auf den Markt. Mit seinen Stollen gewannen die Deutschen 1954 das WM-Endspiel gegen Ungarn.
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    Über 700 Patente meldete Adi Dassler an und bereitete den Weg des heutigen Weltkonzerns adidas.

Dem Glastechniker Reinhold Burger verdanken wir, dass Getränke heiß oder auch kalt bleiben. 1903 ließ er sich die Thermoskanne patentieren. Burger experimentierte zuvor jahrelang an isolierenden Gla sgefäßen. Carl von Linde, Eismaschinenfabrikant aus München, beauftragt 1903 Burger seine Behälter zu verbessern. Der Glastechniker ändert zum Beispiel die Form und verändert die Silberschicht so, dass sie nicht mehr abblättert. Außerdem versieht er die Flaschen mit einem Gehäuse aus Metall – damit war die Thermoskanne erfunden. 1909 verkauft er sein Patent an die Charlottenburger Thermos-AG.

Dank Robert Bosch’ Zündkerze gelingt der Start von Autos auf Anhieb

Robert Bosch begann seine berufliche Karriere mit einer Lehre von 1876 bis 1879 zum Feinmechaniker bei der Firma Fein in Nürnberg. Als Geselle reiste er durch Deutschland und die USA. Anschließend arbeitete Bosch bei Siemens Brothers in London. Wieder in Deutschland angekommen, gründete er 1886 in Stuttgart eine Firma für Feinmechanik und Elektrotechnik. Er tüftelt mit seinen Mitarbeitern an der Verbesserung von Magnetzündern. 1902 ließ er sich erstmals eine Zündkerze in Kombination mit einem Hochspannungsmagnetzünder patentieren. Dank Bosch’ Zündkerze gelang nun der Start von Automobilen auf Anhieb.

Der deutsche Musikinstrumentenbauer Christian Buschmann aus Thüringen erfand im 19. Jahrhundert die Mundharmonika. Mit 16 Jahren entwickelte er das Musikinstrument. Er wollte damit eigentlich nur seinem Vater, ebenfalls Instrumentenbauer, beim Klavierstimmen helfen. Das Potential dieses "Hilfsmittels" erkannte er jedoch schnell und machte es marktreif. Die erste Lizenz zum Nachbau wurde 1821 nach London vergeben.

Friedrich Gottlob Keller erfand den Rohstoff der Massepresse: Papier aus Holzfasern. Er kam im Jahr 1843 auf die Idee, Holz abzuschleifen. Damit stellte der Weber- und Blattbinder einen Faserbrei her und fertigte daraus Seiten aus Papier. Er löste damit das viel aufwendigere Herstellen von Papier aus Hanf- und Flachsabfällen ab. 1851 verkaufte Gottlob Keller seine bereits patentierte Erfindung an den Papierfabrikanten Heinrich Völter.

Mechaniker erfindet die Chipkarte

1969 meldete Jürgen Dethloff gemeinsam mit Helmut Göttrup beim Patentamt die Idee einer Plastikkarte mit einem integrierten Schaltkreis an: die Chipkarte war erfunden. 20 Jahre zuvor hatte Dethloff seinen Rundfunk-Mechanikermeister abgelegt. Die Mikroprozessorkarte, die heute in den Karten steckt, wurde von Dethloff 1977 zum Patent angemeldet.

Über 5.000 Schutzrechte meldete Artur Fischer an. Die bekanntesten sind die Patente für den Fischer-Dübel. Dank ihm gibt es seit 1958 die Dübel aus Kunststoff. In die Lehre ging Fischer bei einem Stuttgarter Kunstschlosser. sg