Die andere Seite von Meran

Ein Herbstwochenende für sportliche Männer, Wellness inklusive

Adrenalinschub im Hochseilgarten: Beim Balanceakt auf dem Stahlseil kann jeder sein Schwindelgefühl ausloten. Foto: Steudel

Die andere Seite von Meran

Für gewöhnlich lassen sich Vorurteile nur schwer abschütteln. Meran, der bekannte Kurort in Südtirol, steht seit langem in dem Ruf, dass hier vor allem ältere Herrschaften auf den Spuren von Kaiserin Sissi über die Promenaden flanieren. Dabei bietet das Umland am Eingang zum Vinschgau, dem angeblich niederschlagärmsten Tal der Alpen, ein ideales Terrain für allerlei Outdooraktivitäten. Das Park Hotel Mignon will deshalb im Herbst erstmals ein Männerwochenende veranstalten, an dem tagsüber Klettergurt und Mountainbike zum Einsatz kommen, während sich abends die müden Glieder im grandiosen Wellnessbereich erholen können.

Beim Testlauf im Frühjahr waren die Probanden ausgesprochen froh über die wohltuende Wirkung einer Antistressmassage nach langer Radltour im Gegenwind. Immerhin fordert am zweiten Tag ein Klettersteig die Muskulatur. Und gleich am Einstieg in die Burrone-Schlucht bei Mezzocorona steigt außerdem der Adrenalinspiegel, denn es geht über Leitern die senkrechte Felswand empor – eine gute Einstimmung für den Abschlusstag, an dem im Hochseilgarten Terlan Schwindelfreie ihre Körperbeherrschung in bis zu 15 m Höhe erproben können.

Schwierigkeitsstufe für Schwierigkeitsstufe geht es höher hinauf in die Baumwipfel der Anlage. Wer sich durch frei schwingende Seilschlingen zum nächsten Standplatz hangelt oder über Drahtseile, wackelige Leitern und wippende Balken balanciert, stärkt mit jedem Schritt sein Selbstwertgefühl. In den ersten Jahren haben vor allem Konzerne ihre Manager über solche Parcours geschickt, um deren mentale Stärke zu fördern. Heute kommen immer mehr Freizeitsportler in die Hochseilgärten, auf der Suche nach ständig neuen Herausforderungen.

Als gelernter Sportwissenschaftler freut sich Hotelchef Florian Ellmenreich natürlich besonders auf das Aktivwochenende vom 23. bis 26. Oktober. Um auch den Geist etwas anzuregen, hat er den befreundeten Psychotherapeuten Rudi Schöpf gewinnen können, der abends über mentales Training referieren und Tipps zur optimalen Vorbereitung auf extreme körperliche Leistungen geben wird. Ein Mann, der weiß, wovon er spricht. Rudi Schöpf hat schon mehrfach am Transalp-Rennen teilgenommen, bei dem Tagesetappen von bis zu 51 km und knapp 2.500 Höhenmeter zu absolvieren sind.

Das Herbstwochenende in Meran wird freilich so anstrengend nicht. Immerhin sorgt jeden Abend eine der wohl schönsten Saunenlandschaften Südtirols sowie ein großzügiges Schwimmbecken für die nötige Entspannung. ste

Infos: Park Hotel Mignon, Via-Grabmayr-Straße 5,
I-39012 Meran, Tel. 0039/0473/230353, E-Mail: info @hotelmignon.com, Internet: www.hotelmignon.com