Die Deutsche Post DHL baut ihr Luftfrachtkreuz am Flughafen Leipzig/Halle weiter aus. Drei Jahre nach der Verlagerung des europäischen Drehkreuzes von Brüssel zum Flughafen Leipzig/Halle wurde am Montag der dreitausendste Mitarbeiter in Schkeuditz offiziell begrüßt.
DHL-Luftfrachtdrehkreuz wächst weiter
Schkeuditz (dapd). Die Deutsche Post DHL baut ihr Luftfrachtkreuz am Flughafen Leipzig/Halle weiter aus. Drei Jahre nach der Verlagerung des europäischen Drehkreuzes von Brüssel zum Flughafen Leipzig/Halle wurde am Montag der dreitausendste Mitarbeiter in Schkeuditz offiziell begrüßt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der DHL Hub Leipzig GmbH, Eric Malitzke, sagte, das Unternehmen stelle weiterhin "bedarfsorientiert ein". An dem Ziel, bis Ende 2012 rund 3.500 direkte Stellen bei DHL zu schaffen, werde festgehalten.
Die Post-Tochter DHL hatte Ende Mai 2008 ihr europäisches Luftfrachtkreuz am Flughafen Leipzig/Halle offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben rund 300 Millionen Euro in den Standort.
In Spitzenzeiten werden dort werktäglich Nacht für Nacht 1.500 Tonnen Fracht umgeschlagen. Zwischen 25 und 33 Prozent der etwa 240.000 bis 260.000 Sendungen entfallen auf den interkontinentalen Verkehr. Mehr als 50 Ziele in Europa, Asien und den USA würden derzeit von Leipzig/Halle aus von etwa 60 Maschinen angeflogen, sagte Malitzke. Damit zähle das mitteldeutsche Drehkreuz neben Hongkong und Cincinnati in den USA zu den wichtigsten Hauptumschlagsplätzen des Konzerns.
Malitzke bezeichnete das Unternehmen als "Schrittmacher". Im großen Stil habe es mit der Entscheidung für Leipzig/Halle als neuen Standort dazu beigetragen, die "Region als Logistikstandort zu etablieren". Leipzig/Halle sei inzwischen der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland. Die Investitionen bezeichnete er als "goldrichtig". Selbst in der Wirtschaftskrise 2009 sei das Unternehmen weiter gewachsen, sagte der Geschäftsführer und fügte hinzu: "Unser Geschäft lauft gut."
DHL modernisiert nach eigenen Angaben weiter seine Flotte, zu der neben Frachtmaschinen der Typen Boeing 757, 767 und 777 auch Flugzeuge von Airbus und Tupolew gehören. Wie Malitzke sagte, lässt das Unternehmen gegenwärtig in den Elbe-Flugzeugwerken in Dresden 13 Passagierflugzeuge vom Typ Airbus 300 in Frachtmaschinen umbauen. Diese Flugzeuge lösten in der Flotte ältere Maschinen ab, fügte der Geschäftsführer hinzu. Die ersten umgebauten Flugzeuge werden Ende des Jahres erwartet.
dapd
