Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Jemen schließt Deutschland seine dortige Botschaft. Außenminister Guido Westerwelle sagte am Samstag am Rande seines Vietnambesuchs in Hanoi, vor dem Hintergrund der Gefechte sei man gezwungen, das Personal aus dem Jemen abzuziehen. Der Minister forderte außerdem alle Deutschen eindringlich auf, das Land zu verlassen, sobald dies sicher und möglich sei.
Deutschland schließt Botschaft im Jemen
Hanoi (dapd). Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Jemen schließt Deutschland seine dortige Botschaft. Außenminister Guido Westerwelle sagte am Samstag am Rande seines Vietnambesuchs in Hanoi, vor dem Hintergrund der Gefechte sei man gezwungen, das Personal aus dem Jemen abzuziehen. Der Minister forderte außerdem alle Deutschen eindringlich auf, das Land zu verlassen, sobald dies sicher und möglich sei.
"Die in der letzten Zeit im Jemen begangenen Menschenrechtsverletzungen sind nicht hinnehmbar", sagte Westerwelle. "Die Bundesregierung verurteilt jegliche Form der Gewaltanwendung auf das Schärfste."
Der FDP-Politiker betonte, die Regierung beobachte die Lage in Sanaa und dem gesamten Land seit Wochen mit wachsender Sorge. "Wir haben einen geordneten politischen Übergang gefordert und zu einem friedlichen gesellschaftlichen Dialog aufgerufen." Präsident Ali Abdullah Saleh sei dieser Forderung aber nicht nachgekommen.
Im Jemen gibt es seit Wochen schwere Gefechte zwischen Oppositionellen und Truppen von Präsident Saleh. Saleh weigert sich, sein Amt zu räumen und hat bislang auch die Forderung des Golfkooperationsrates nach einem Machtverzicht ignoriert. Das Bündnis hatte von Saleh verlangt, er solle ein Abkommen über seinen Rücktritt unterzeichnen. Die Vereinbarung hätte ihm im Gegenzug Immunität zugesichert.
dapd
