Deutschland ist grundsätzlich bereit, sich an einer möglichen Libyen-Friedenstruppe zu beteiligen. Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium machten am Freitag in Berlin aber deutlich, dass sich eine solche Frage derzeit nicht konkret stelle. Zuvor hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière in einem Zeitungsinterview für den Fall der Fälle eine "konstruktive Prüfung" zugesagt.
Deutschland offen für Libyen-Friedenstruppe
Berlin (dapd). Deutschland ist grundsätzlich bereit, sich an einer möglichen Libyen-Friedenstruppe zu beteiligen. Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium machten am Freitag in Berlin aber deutlich, dass sich eine solche Frage derzeit nicht konkret stelle. Zuvor hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière in einem Zeitungsinterview für den Fall der Fälle eine "konstruktive Prüfung" zugesagt.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums stellte klar, diese Aussage habe nichts mit dem laufenden Kriegseinsatz zu tun. Der Minister habe von einem möglichen "Folgeengagement" gesprochen. Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte: "Das ist eine Frage, die sich zurzeit konkret nicht stellt." Es bleibe bei der deutschen Position, dass sich die Bundesrepublik nicht an einem Krieg gegen Libyen beteiligen werde.
Denkbar ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes, Hilfen beim Wiederaufbau sowohl der Infrastruktur als auch der Institutionen zu leisten. In diesem Rahmen könne es Unterstützung auch bei der Ausbildung der libyschen Polizei geben, sagte der Sprecher. Hier sei aber noch nichts entscheiden. Auch die Beteiligung an einer UN-Friedenstruppe werde geprüft, "wenn eines Tages ein solches Projekt im Raum steht".
dapd
