Deutschland ist trotz des starken Euros im vergangenen Jahr voraussichtlich Export-Weltmeister geblieben. Im vergangenen Jahr wurden erneut deutlich mehr Waren exportiert als importiert.
Deutschland bleibt Exportweltmeister
Der Wert der Ausfuhren stieg deutlich um 8,5 Prozent auf 969,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2006. Importiert wurden Güter für 770,4 Milliarden Euro und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert der grenzüberschreitenden Waren erhöhte sich damit um 25 Prozent auf 198,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der höchste Überschuss in der Geschichte des deutschen Außenhandels. Mit diesem Überschuss dürfte Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Export-Weltmeister bleiben.
Allerdings rechneten Volkswirte damit, dass im laufenden Jahr China die Spitzenposition übernehmen wird. Volkswirten zufolgen führen 2008 der starke Euro und eine nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft zu einer langsameren Exportentwicklung.
Auf Grundlage des Außenhandels-Überschusses und der Salden für Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen, laufende Übertragungen sowie Ergänzungen zum Außenhandel schloss die deutsche Leistungsbilanz positiv. Sie beendete das Jahr mit einem Überschuss von 162 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 114,1 Milliarden Euro.
Exporte übersteigen Importe
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Waren exportiert als importiert. Der Wert der exportierten Waren lag bei 627,6 Milliarden Euro. Importiert wurde im Wert von 502,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 11,1 Prozent bei den ausgelieferten Gütern und einem Zuwachs von 8,4 Prozent bei den Eingängen. In die Länder außerhalb der Europäischen Union wurden Waren im Wert von 341,5 Milliarden Euro exportiert. Die Einfuhr lag bei 267,8 Milliarden Euro.
ddp