Bäcker Deutsches Brot: Aufnahme ins Kulturerbe rückt näher

Die Bäcker sind ihrem Ziel, das deutsche Brot ins Unesco-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen, wieder ein Stück näher gekommen. Nach Informationen des Zentralverbands des deutschen Bäckerhandwers will der Deutsche Bundestag die Ratifizierung der Unesco-Konvention zur Bewahrung immateriellen Kulturerbes vorantreiben.

Die Vielfalt der Brotsorten in Deutschland ist Teil des kulturellen Erbes. - © Zentralverband Deutsches Bäckerhandwerk

Der Deutsche Bundestag will die Ratifizierung der UNESCO-Konvention zur Bewahrung immateriellen Kulturerbes vorantreiben. Damit rückt die Aufnahme deutschen Brotes in diese Liste wieder ein Stück näher. "Wir sind erfreut, dass endlich Bewegung in die Sache kommt“, sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes, "nun hoffen wir, dass die Ratifizierung durch Deutschland noch im Jahr 2012 erfolgt.“

SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten einen Beitritt noch vor Ende 2012 gefordert. Der nun angenommene Antrag der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP ruft die Bundesregierung dazu auf, die Ratifizierung in Zusammenarbeit mit den Bundesländern zügig voranzutreiben.

Teil der "Vielfalt lebendiger kultureller Ausdrucksformen"

"Es wird höchste Zeit, dass Deutschland dem UNESCO-Übereinkommen beitritt. Es ist schwer nachzuvollziehen, dass dies so lange gedauert hat – nicht nur für uns Bäcker“, sagt Hauptgeschäftsführer Amin Werner. Seit 2003 sind dem UNESCO-Abkommen bereits über 130 Staaten beigetreten. Es ist das erste völkerrechtlich verbindliche Instrument zur Erhaltung immateriellen Kulturerbes. Ähnlich wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango zähle die deutsche Brotvielfalt zur "Vielfalt der lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Können getragen werden“ und erfülle damit die wichtigste Voraussetzung, um von der UNESCO geschützt zu werden, so Werner. dhz