Die deutschen Ein- und Ausfuhren haben im ersten Quartal kräftig zugelegt. Die Gesamtausfuhren stiegen im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamtes (Destatis) am Mittwoch mitteilte.
Deutscher Außenhandel legt im ersten Quartal deutlich zu
Wiesbaden (dapd). Die deutschen Ein- und Ausfuhren haben im ersten Quartal kräftig zugelegt. Die Gesamtausfuhren stiegen im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamtes (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Noch kräftiger legten die Importe zu, hier gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 20,9 Prozent auf 220 Milliarden Euro.
Insbesondere die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) nahmen mit 22,3 Prozent überdurchschnittlich stark zu. So gab es bei Ausfuhren in die Türkei ein Plus von 56,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Auch mit Russland und China wurde deutlich mehr gehandelt. So verzeichnete das Statistische Bundesamt bei Exporten nach Russland einen Anstieg von 42,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro und nach China um 31 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro.
Auch bei den Importen lagen die Nicht-EU-Länder deutlich vorn. Besonders aus Drittländern wie Indien, Russland und der Türkei wurden mehr Waren eingeführt als im Vorjahresquartal. Die Importe aus Indien etwa stiegen um 38,8 Prozent auf 2 Milliarden Euro, die aus Russland um 35,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Unterdurchschnittlich entwickelten sich die Importe aus China, den USA und der Schweiz. Die Importe aus den 27 EU-Ländern lagen mit nur 18,8 Prozent Zuwachs ebenfalls unter dem Durchschnitt.
Auffallend stark verschlechterte sich der Außenhandel mit dem von der Eurokrise gebeutelten Griechenland. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Auch die Importe aus Griechenland verringerten sich um 3,7 Prozent auf 0,5 Milliarden Euro.
dapd
