Deutsche wünschen sich D-Mark zurück

Die Eurokrise verunsichert die deutsche Bevölkerung zunehmend. Inzwischen wünscht sich eine Mehrheit die Deutsche Mark zurück. In Ostdeutschland sind es sogar zwei Drittel der Bevölkerung, wie aus einer Umfrage des Forsa-Instituts hervorgeht.

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Deutsche wünschen sich D-Mark zurück

Bundesweit sehnen sich 54 Prozent nach der D-Mark, die 2002 vom Euro als gesetzliches Zahlungsmittel abgelöst wurde. Besonders stark ist der Wunsch nach der alten Währung im Osten der Republik. 67 Prozent der Ostdeutschen würden den Cent gerne wieder gegen den Pfennig eintauschen.

Deutlich weniger als die Hälfte (43 Prozent) der Umfrageteilnehmer ist allerdings der Ansicht, dass es Deutschland wirtschaftlich besser gehen würde, wenn es die D-Mark noch gäbe.

Bildungsgrad entscheidet

Aus der Forsa-Umfrage geht auch hervor, dass die Beurteilung des Euro in direktem Zusammenhang mit dem Bildungsstand der Befragten steht. Während in der oberen Bildungsschicht mit Abitur und/oder Studium nur gut ein Drittel die Renaissance der D-Mark begrüßen würde, sind es unter Hauptschulabsolventen knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent).

Die D-Mark eignet sich offenbar auch als Thema, um beim Wähler auf Stimmenfang zu gehen. Immerhin 23 Prozent der Befragten in den neuen Bundesländern würden eine Partei bevorzugen, die sich für eine Wiedereinführung der alten Währung einsetzt. Bundesweit sind es 18 Prozent.

Die Sehnsucht nach der D-Mark war allerdings schon einmal höher. Bei einer ebenfalls vom „stern“ in Auftrag gegebenen Umfrage von 2006, hatten sich 58 Prozent der Bevölkerung für eine Rückkehr zur D-Mark ausgesprochen.

sg