Das Bundesfinanzministerium sieht in der Aufwertung des Euro für Deutschland weniger Gefahren als ursprünglich befürchtet.
Deutsche Wirtschaft federt Finanzkrise gut ab
"Trotz der Euro-Aufwertung haben die Exporte an Dynamik gewonnen", heißt es im Monatsbericht März des Ministeriums. Das zeuge von der hohen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Der Aufschwung sei intakt und gehe mit einer starken Beschäftigungsexpansion einher. Bislang habe Deutschland die Turbulenzen der Finanzkrise "vergleichsweise gut abgefedert", erklärte Finanzstaatssekretär Thomas Mirow.
Die deutsche Wirtschaft kann dem Bericht zufolge auch 2008 auf außenwirtschaftliche Impulse bauen, obwohl diese weniger stark als in den vergangenen beiden Jahren sein dürften. Dafür spreche die robuste Weltwirtschaft, die trotz schwächerer Dynamik auf Wachstumskurs bleibe. Allerdings gingen von dem nachlassenden konjunkturellen Wachstum in den USA "dämpfende Wirkungen" aus. Belastend wirke sich auch die Beeinträchtigung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure durch die Euro-Aufwertung aus.
Risiko Verbraucherstimmung
Nach Einschätzung des Ministeriums ist es ein positives Konjunktursignal, dass Produktion und Umsatz in der Industrie "beschleunigt ausgeweitet" werden. Ein Risikofaktor sei immer noch die Stimmung der Verbraucher. Das gestiegene Verbraucherpreisniveau habe die Kaufkraft der Verbraucher gedämpft. Mirow betonte, dass es beim Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2011 bleibt. "Die Erreichung dieses Ziels bedarf aber erheblicher weiterer Anstrengungen, was bedeutet, dass über die beschlossenen Maßnahmen hinaus kein finanzpolitischer Spielraum für zusätzliche Ausgaben oder Steuersenkungen besteht", sagte Mirow.
ddp