Statistisches Bundesamt Deutsche trinken 2007 weniger Bier

Ohne das Ereignis einer Fußballweltmeisterschaft ist im vergangenen Jahr der Bierkonsum in Deutschland zurückgegangen.

Foto: ddp

Deutsche trinken 2007 weniger Bier

Die Brauereien und Bierlager verkauften 103,9 Millionen Hektoliter Bier und damit 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr, ermittelte das Statistische Bundesamt. Biermixgetränke haben verstärkt zum Verkauf beigetragen. Der Absatz von Bier, gemischt mit Limonade, Cola oder Fruchtsäften, erhöhte sich um vier Prozent auf 4,2 Millionen Hektoliter. 85,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr für den Inlandsgebrauch versteuert. Die Menge sei um 3,7 Prozent auf 88,5 Millionen Hektoliter zurückgegangen.

3,9 Prozent mehr Export

Im Gegensatz zum gesunkenen Bierabsatz innerhalb Deutschlands erreichte der Bierexport neue Höchstwerte. Dem Bundesamt zufolge wurden mit 15,5 Millionen Hektolitern 3,9 Prozent mehr Kölsch, Pils oder Weizenbier exportiert als im Vorjahr. Der Absatz innerhalb der EU-Länder erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 11,8 Millionen Hektoliter. 3,5 Millionen Hektoliter wurden in Drittländern veräußert. Das entspricht einem Anstieg von 11,4 Prozent.

Die Menge des so genannten Haustrunks, der unentgeltlich an Beschäftigte ausgeschenkt wird, sei um 3,3 Prozent auf rund 199.530 Hektoliter gefallen.

Bayern und Nordrhein-Westfalen haben den höchsten Absatz

Wie in den vergangenen Jahren auch erzielten die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen den höchsten Bierabsatz in der Region sowie in Deutschland. Den größten Absatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erreichten Niedersachsen/Bremen mit einem Anteil von 34,3 Prozent.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind in den Zahlen die Verkäufe von alkoholfreien Bieren, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

ddp