Hoffnung auf demokratische Entwicklung in Nordafrika Deutsche reisen wieder nach Ägypten und Tunesien

Deutsche Urlauber reisen fünf Monate nach den Revolutionen in Ägypten und Tunesien wieder in die beiden Mittelmeerländer. So hat der Kreuzfahrtveranstalter MSC angekündigt, ab dem 5. Juli wieder Tunis anlaufen zu wollen, und auch die übrigen Reiseveranstalter haben ihre Programme wieder in vollem Umfang aufgenommen.

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Deutsche reisen wieder nach Ägypten und Tunesien

Berlin (dapd). Deutsche Urlauber reisen fünf Monate nach den Revolutionen in Ägypten und Tunesien wieder in die beiden Mittelmeerländer. So hat der Kreuzfahrtveranstalter MSC angekündigt, ab dem 5. Juli wieder Tunis anlaufen zu wollen, und auch die übrigen Reiseveranstalter haben ihre Programme wieder in vollem Umfang aufgenommen. Teilweise jedoch mit weiter verminderter Kapazität, wie eine dapd-Umfrage am Mittwoch ergab.

Wie die meisten Fluggesellschaften strichen auch die Tourismuskonzerne TUI und Thomas Cook ihre Flugpläne zusammen und halten nur rund 60 Prozent der Kapazitäten der vergangenen Jahre vor. Daran werde sich vorerst auch nichts ändern, sagte TUI-Sprecherin Anja Braun. Mit der derzeitigen Auslastung sei man zufrieden.

So richtig werde sich das Reiseaufkommen auch erst dann wieder erholen, wenn sich die politische Situation verbessere, etwa nach Wahlen, sagte Antje Günther von den DER-Reisebüros. Sie setzt wie Braun darauf, dass eine demokratische Entwicklung der beiden Länder sie für Touristen noch attraktiver machen werde. Der Reiseveranstalter Alltours sieht bereits erste Anzeichen für eine Normalisierung. Seit vier bis fünf Wochen werde Ägypten wieder stärker gebucht, sagte Stefan Suska von Alltours.

Tunesien befindet sich auf Platz acht und Ägypten auf Platz neun der beliebtesten Reiseziele der Deutschen, teilte Thomas Cook mit. Das sei normal, da vielen Urlaubern Ägypten im Sommer zu heiß ist und die Hauptreisezeit für dieses Land Herbst, Winter und Frühjahr sei.

Der andauernde Bürgerkrieg im Nachbarland Libyen spielt für die deutschen Touristen offenbar nur eine geringe Rolle.

dapd