Die deutschen Reedereien steuern im laufenden Jahr wegen harter Preiskämpfe in der Branche auf einen herben Gewinneinbruch zu. "Man muss davon ausgehen, dass die Ertragslage niedriger ausfallen wird", sagte Claus Brandt von der Unternehmensberatung PWC am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung einer Branchenstudie. 2010 hatten vor allem Containerreeder noch gut verdient.
Deutsche Reedereien steuern auf Gewinneinbruch zu
Hamburg (dapd). Die deutschen Reedereien steuern im laufenden Jahr wegen harter Preiskämpfe in der Branche auf einen herben Gewinneinbruch zu. "Man muss davon ausgehen, dass die Ertragslage niedriger ausfallen wird", sagte Claus Brandt von der Unternehmensberatung PWC am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung einer Branchenstudie. 2010 hatten vor allem Containerreeder noch gut verdient. Branchengröße Hapag-Lloyd etwa fuhr 580 Millionen Euro Gewinn ein.
Einer der Auslöser des Preisverfalls gerade im Containertransport ist nach Beobachtung von Brandt der Trend zu immer größeren Schiffen, die bis zu 14.000 Container auf einmal befördern können. Diese Giganten der Meere machen billigere Transporte möglich. Außerdem entstehe ein Verdrängungswettbewerb in Richtung kleinerer Schiffe.
Brandt geht davon aus, dass es unter den deutschen Reedereien mehrere Sanierungsfälle gibt. Er schloss Übernahmen im weiteren Verlauf des Jahres nicht aus. Etwas Entspannung werde der Sommer bringen, kündigte er an: In den Monaten Juni bis Oktober werde weltweit erfahrungsgemäß am meisten transportiert, das werde die Frachtraten steigen lassen. Nach einer PWC-Umfrage unter 100 Reedern erwarten 55 von ihnen steigende Frachtraten.
Die Beschäftigung der Schiffe unterdessen ist gut: 92 Prozent der Reeder berichten von 90 Prozent Auslastung oder mehr.
dapd
