Bei der Deutschen Post hat es zum Jahreswechsel einige Preis- und Produktänderungen gegeben. Teurer geworden ist nicht nur der Standardbrief. Neue Gebühren gibt es auch bei den Bücher- und Warensendungen. Abgeschafft wurde der Infobrief.
Anna-Maja Leupold

58 Cent kostet der Standardbrief mit einem Gewicht von bis zu 20 Gramm seit dem 1. Januar 2013. Damit hat die die Deutsche Post das Porto nach 15 Jahren um drei Cent angehoben. Wer noch alte Marken zu Hause oder im Betrieb hat, kann sie deshalb problemlos weiternutzen. Voraussetzung ist jedoch, dass Zusatzmarken im Wert von drei Cent auf den Briefumschlag geklebt werden. Sie sind seit Dezember im Sortiment der Post.
Bei den Briefen ist zudem der Maxibrief teurer geworden. Für Briefe mit einem Gewicht von bis zu 1000 Gramm müssen Kunden seit dem Jahreswechsel 2,40 Euro bezahlen. Bisher hat er nur 2,20 Euro gekostet.
Deutlich mehr Änderungen gab es zum 1. Januar bei den Büchersendungen. Eingestellt hat die Post mit der "Büchersendung Standard" sowie der "Büchersendung Kompakt" zwei weniger stark nachgefragte Produkte. Zudem gab es bei den Büchersendungen auch Preisänderungen. Die "Büchersendung Groß" ist um 15 Cent teurer geworden. Wer beispielsweise Bücher oder Broschüren mit einem Gewicht bis zu 500 Gramm versenden möchte, muss jetzt einen Euro bezahlen. Auch bei der Gewichtsklasse bis 1000 Gramm hat es zum Jahreswechsel einen Preisaufschlag gegeben. Die "Büchersendung Maxi" kostet jetzt 1,65 Euro anstatt 1,40 Euro wie bisher.
Deutliche Preissteigerung bei Warensendungen
Auch bei den Warensendungen hat sich das Produktangebot der Post zum Jahreswechsel geändert. Ersatzlos gestrichen wurde die "Warensendung Standard". Zudem sind zwei Warensendungen deutlich teurer geworden. Um 20 Cent hat sich die "Warensendung Kompakt" verteuert. Waren mit einem Gewicht bis zu 50 Gramm kosten somit 0,90 Cent. Für Warensendungen bis 500 Gramm sind dagegen1,90Euro fällig. Bisher konnten die "Warensendung Maxi" für 1,65 Euro verschickt werden.
Abgeschafft wurde zum 1. Januar der Infobrief. Als Grund führt die Post politische und regulatorischen Eingriffe in den vergangenen Jahren an, denn seit dem Jahreswechsel dürfen inhaltsgleiche Zahlungsaufforderungen wie beispielsweise Rechnungen und Mahnungen nach Beschluss der Bundesnetzagentur nicht mehr als Infopost versendet werden.
Alternativen zum Infobrief
Bisher konnten inhaltsgleiche Sendungen ab 50 Stück zu einem vergünstigten Preis verschickt werden. Wer bisher Proben, Muster oder Werbegeschenke per Infobrief versendet hat, für den kann die Infopost nun eine Alternative sein. Für den Leitbereich der Einlieferungsstelle sind 50 Sendungen erforderlich, um sie als Infopost zu verschicken. Für den regionalen Versand eignet sich die Einlieferung von Infopost für dieselbe Leitregion. Voraussetzung hierfür sind 250 Sendungen, bei denen die ersten beiden Stellen der Postleitzahl gleich sein müssen.
Mehr über die Bedingungen, die an den Versand der Infopost geknüpft ist, erfahren Sie hier. Zudem verschafft diese Liste einen Überblick über die Preisänderungen.