Deutsche Konjunktur koppelt sich von Turbulenzen ab

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im September zwar gesunken, allerdings ist der Rückgang weniger stark als befürchtet. Die weiterhin gute Lage der Unternehmen zeigt nach Ansicht der Ifo-Experten, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte.

Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht mit dem Ifo-Geschäftsklimaindex jeden Monat eine Konjunkturprognose, die als wichtigster Gradmesser für die deutsche Konjunktur gilt. Foto: Ifo-Institut

Deutsche Konjunktur koppelt sich von Turbulenzen ab

Der DAX gewann daraufhin binnen weniger Minuten rund 0,7 Prozent. Zuvor hatte der Leitindex nach einem sehr schwachen Start bereits den Sprung in die Gewinnzone geschafft.

"Die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des Geschäftsverlaufs im kommenden halben Jahr haben sich weiterhin beträchtlich eingetrübt. Indes wird die gegenwärtige Geschäftslage als ähnlich gut wie im Vormonat bewertet", konstatierten die Konjunkturforscher. Die weiterhin gute Lage der Unternehmen zeige, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen habe abkoppeln können.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen sank im September auf 117,9 Punkte, im Vormonat hatte er bei 118,1 notiert. Die Prognose der Ökonomen hatte auf einen Stand von 115,9 gelautet. Der Index für die Geschäftserwartungen wurde auf 98,0 Zähler nach revidiert 100,0 (vorläufig: 100,1) im Vormonat beziffert, während die befragten Volkswirte einen Rückgang auf 97,0 erwartet hatten.

Das Münchner Ifo-Institut befragt monatlich etwa 7.000 Firmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bewerten.

dapd