Nach einem Einbruch im Mai haben die deutschen Autoproduzenten im Juni in ihrem Heimatmarkt wieder mehr Neuwagen verkauft.
Deutsche kaufen wieder mehr Autos
Im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat verbuchten sie mit 304.000 Fahrzeugen ein Zulassungsplus von rund einem Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte.
Im Vormonat waren mit 275.300 Fahrzeugen 6 Prozent weniger Wagen verkauft worden als im Vorjahresmonat. Im Juni 2007 war die Zahl der Neuzulassungen bundesweit um 7 Prozent auf 301 000 eingebrochen.
Im ersten Halbjahr wurden laut Branchenverband bundesweit rund 1,63 Millionen Fahrzeuge neu angemeldet. Das waren knapp vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Jahresende rechnet der VDA weiterhin mit mindestens 3,2 Millionen Pkw-Verkäufen in Deutschland.
"Die deutsche Automobilindustrie ist Mitte 2008 weltweit weiter auf stabilem Kurs, doch wir wissen um die wachsenden Herausforderungen, die diese Industrie im laufenden Jahr noch zu meistern hat", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann auf der Halbjahrespressekonferenz.
Das Absatzwachstum im ersten Halbjahr sei trotz heftigen Gegenwinds erreicht worden, sagte Wissmann. So sei der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff an der Zapfsäule in den letzten zwölf Monaten um 31 Prozent gestiegen, und Super-Benzin habe um 13 Prozent zugelegt. Sollten die Kraftstoffpreise auf dem jetzigen hohen Niveau verharren, ergebe sich für das Gesamtjahr 2008 ein Kaufkraftentzug von zwölf Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, sagte Wissmann. Nicht der Autokauf, sondern die Nutzung des Autos sei abermals teurer geworden. Zudem seien die Autofahrer wegen des Wegfalls der Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer sowie der immer noch offenen Frage der Ausgestaltung der CO2-basierten Kfz-Steuer verunsichert.
ddp
