Die Einfuhrpreise in Deutschland sind im Januar hauptsächlich wegen der rückläufigen Preise für Energieträger auf Jahressicht so stark gefallen wie seit Februar 1999 nicht mehr.
Deutsche Importpreise sinken mit höchster Jahresrate seit 1999
Der Index der Einfuhrpreise lag um 5,4 Prozent unter dem Vorjahresstand, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel einen Preisverfall auf Jahressicht um 6,2 Prozent erwartet. Im Februar 1999 waren die Einfuhrpreise auf Jahressicht um 6,1 Prozent gesunken.
Im Vergleich zum Vormonat fielen die Importpreise im Januar um 0,5 Prozent, nachdem sie im Dezember auf Monatssicht revidiert um 3,6 Prozent gefallen waren. Ökonomen hatten ein monatliches Minus von 0,4 Prozent erwartet. Aufgrund von Umstellungen beim Index wurden die Werte rückwirkend revidiert. So lag die Jahresveränderungsrate im Dezember den revidierten Berechnungen zufolge bei minus 4,1 Prozent und im November bei minus 0,7 Prozent.
Der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr ist der Statistikbehörde zufolge insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger zurückzuführen, die um 22,5 Prozent sanken. Die Preise für Rohöl reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 46,0 Prozent. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber Januar 2008 um 39,6 Prozent. Im Nahrungsmittelsektor fielen unter anderem die Preise für Getreide gegenüber dem Vorjahresmonat um 34,5 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zu Januar 2008 um 15,3 Prozent günstiger.
ddp