Statistisches Bundesamt Deutsche Exporte brechen im Januar wegen globaler Schwäche ein

Die globale Wirtschaftsschwäche hat im Januar zu einem Einbruch der deutschen Exporte geführt.

Deutsche Exporte brechen im Januar wegen globaler Schwäche ein

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fielen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro. Die Einfuhren gingen um 12,9 Prozent auf 58,1 Milliarden Euro zurück. Kalender- und saisonbereinigt sanken die Exporte im Januar gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent und die Importe um 0,8 Prozent.

Trotz des starken Exportrückgangs verzeichnete der deutsche Außenhandel nach vorläufigen Ergebnissen im Januar einen Überschuss von 8,5 Milliarden Euro. Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (minus 1,5 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (plus 2,8 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (minus 4,3 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (minus 1,2 Milliarden Euro) ergab sich damit, nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank, bei der Leistungsbilanz ein Überschuss von 4,2 Milliarden Euro. Im Januar 2008 waren es noch 15,6 Milliarden Euro gewesen. I

n die EU-Mitgliedstaaten wurden im Januar 2009 Waren im Wert von 43,9 Milliarden Euro versandt und im Wert von 36,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Januar 2008 entspricht das Rückgängen von jeweils deutlich mehr als zehn Prozent. Die Warenexporte in die Länder außerhalb der EU (Drittländer) beliefen sich im Januar 2009 auf 22,7 Milliarden Euro und die Warenimporte aus diesen Ländern auf 21,4 Milliarden Euro. Gegenüber Januar 2008 nahmen die Exporte in die Drittländer um 24,5 Prozent und die Importe von dort um 11,3 Prozent ab.

ddp