Innovationsbericht Deutsche Betriebe bei Forschung top

Im Jahr 2010 haben so viele Unternehmen in Deutschland wie noch nie kontinuierlich Forschung und Entwicklung betrieben. Mit knapp 34.000 Unternehmen oder 12,6 Prozent des Unternehmensbestands wurde der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2008 übertroffen. Auch der Anteil neuer Produkte am Umsatz ist 2010 deutlich gestiegen.

Viele deutsche Unternehmen legen großen Wert darauf, ihre Produkte und Verfahren mithilfe von Forschung und Entwicklung voranzubringen. Das ist das Ergebnis des "Indikatorenberichts zur Innovationserhebung für Deutschland 2011", den das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt hat. Er wurde am Dienstag veröffentlicht.

Rekord bei Innovationsausgaben

Die Experten rechnen damit, dass die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft mit voraussichtlich 130 Milliarden Euro 2011 einen Höchststand erreicht haben. Das wäre ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zu 2010 und von rund drei Prozent im Vergleich zum bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2008. Für die 2012 sehen die Planzahlen der Unternehmen keine weitere Erhöhung der Ausgaben für Innovationen vor. Dies spiegelt die unsicheren konjunkturellen Aussichten zum Befragungszeitraum Frühjahr und Sommer 2011 wider.

Nach einem Einbruch im Krisenjahr 2009 stieg der Anteil des Umsatzes, der mit neuen Produkten gemacht wurde, 2010 wieder deutlich an. Mit 15,1 Prozent lag er drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Gut zwei Drittel des Anstiegs gehen auf das Konto so genannter Nachahmerinnovationen, rund ein Drittel sind höhere Umsätze mit originär neuen Produkten, so genannten Marktneuheiten.

Die Deutsche Innovationserhebung ist Teil einer größeren Studie der Europäischen Kommission. Für den deutschen Bericht wurden rund 15.800 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung befragt. dhz