Das größte private Finanzinstitut Deutschlands, die Deutsche Bank, hat das erste Quartal dieses Jahres überraschend stark beendet. Der Gewinn nach Steuern stieg auf 1,2 Milliarden Euro nach einem Verlust von 141 Millionen Euro im Vorjahr und der Gewinn vor Steuern legte von minus 254 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro zu.
Deutsche Bank macht 1,2 Milliarden Gewinn
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern betrug 22 Prozent im ersten Quartal 2009, wie die Bank mitteilte. Gemäß Zielgrößendefinition der Bank, bei der bestimmte signifikante Gewinne und Belastungen unberücksichtigt blieben, habe die Eigenkapitalrendite vor Steuern 25 Prozent betragen.
Der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann erklärte, die Deutsche Bank habe einmal mehr Stärke in der Finanzkrise demonstriert und ihre Ertragskraft bewiesen. "Was die weiteren Aussichten angeht, müssen wir mit anhaltenden Schwierigkeiten in unserem Geschäft rechnen", sagte Ackermann. Die Deutsche Bank werde aber "nicht nur in der aktuellen Krise bestehen, sondern mittelfristig stärker als zuvor daraus hervorgehen".
Am Montagabend hatte die Deutsche Bank überraschend mitgeteilt, dass der Vertrag mit Ackermann um drei Jahre verlängert wird. Aufsichtsratschef Clemens Börsig sagte, Ackermann habe die Bank strategisch gut aufgestellt und erfolgreich durch die Krise geführt. "Der Leistungsausweis der Bank für das erste Quartal 2009 ist ein eindrucksvoller Beleg dafür", sagte Börsig. Die Vertragsverlängerung sei eine Anerkennung für Ackermann und stelle die Kontinuität in der Führung der Bank sicher.
Im ersten Quartal des Vorjahres hatte die Krise an den Finanzmärkten der Bank den ersten Quartalsverlust seit fünf Jahren beschert. Im Gesamtjahr 2008 verzeichnete die Deutsche Bank den höchsten Verlust seit ihrer Neugründung 1957. Er belief sich auf 3,9 Milliarden Euro.