Die Deutsche Bank will mit rund 300 Millionen Euro einen erheblichen Beitrag zu dem von ihrem Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann vorgeschlagenen Hilfsfonds für mittelständische Unternehmen leisten.
Deutsche Bank: 300 Millionen für den Mittelstands-Fonds
Das "Handelsblatt" berichtet, dass die Deutsche Banke den von ihr in die Diskussion gebrachten Hilfsfonds zur Stärkung des Eigenkapitals von mittelständischen Unternehmen zu großen Teilen selbst füllen will.
Da sich die Gespräche über den Fonds derzeit allerdings noch in einem frühen Stadium befänden, stünden die Details – wie die Höhe des Beitrags der Deutschen Bank oder anderer Institute – noch nicht fest, hieß es weiter.
Am Mittwoch hatte im Kanzleramt ein Konjunkturgipfel stattgefunden. Im Anschluss daran hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärt, die Privatbanken seien bereit, die Kreditvergabe an kleine und mittelständische deutsche Unternehmen zu erhöhen. Bei dem Gipfel habe Ackermann vor 30 Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik zudem seinen Vorschlag zur Gründung des Hilfsfonds unterbreitet.
Gemäß Ackermanns Vorschlag soll eine Kreditklemme des Mittelstands ohne finanzielle Unterstützung des Staates verhindert werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen soll das Eigenkapital mittelständischer Firmen gestärkt und somit deren Kreditwürdigkeit erhöht werden.
Zahlreiche Experten befürchten eine Verschlechterung der Bonitätseinstufung von Unternehmen, wenn diese Anfang kommenden Jahres ihre Zahlen für 2009 vorlegen. Infolge der dann möglicherweise drohenden Rating-Herabstufungen könnten sich die Refinanzierungskosten der betroffenen Unternehmen empfindlich erhöhen.
ddp