Im Schnitt arbeiten die Deutschen 36,8 Jahre in ihrem Leben. Das sind 2,3 Jahre länger als der Durchschnitt aller 27 EU-Staaten. Am längsten arbeiten die Schweden mit durchschnittlich 40,1 Jahren, mit 29,3 Jahren ist die Lebensarbeitszeit in Ungarn am kürzesten. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit und bezieht sich dabei auf Zahlen von Eurostat.
Deutschland liegt bei der Lebensarbeitszeit etwas über dem Durchschnitt der EU-Länder. Zwischen 2000 und 2010 nahm der Wert in fast allen Ländern der EU zu: im Durchschnitt um 1,6 Jahre, in Deutschland um 2,5 Jahre. Dazu haben die höhere Lebenserwartung und die zunehmende Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen beigetragen, erklärten die Experten.
Der so genannte Duration of Working Life Indicator (DWL) wird jährlich von Eurostat anhand von Bevölkerungs- und Arbeitsmarktdaten der EU-Mitgliedsstaaten ermittelt. In den DWL-Indikator werden Zeiten der Erwerbstätigkeit, Phasen der Erwerbslosigkeit und der aktiven Suche nach einer Beschäftigung einbezogen. dapd/dhz