Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Deutliche Wachstumsabschwächung im zweiten Quartal

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für das zweite Quartal mit einer deutlichen Abschwächung des deutschen Wirtschaftswachstums. Die Forscher rechneten mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorquartal von 0,5 Prozent.

Deutliche Wachstumsabschwächung im zweiten Quartal

Im ersten Quartal war das BIP überraschend stark um 1,5 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hatte. Wegen des überraschend starken Wachstums in den ersten drei Monaten bekräftigte das DIW auch seine Prognose für das Gesamtjahr von 2,0 Prozent. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Im zweiten Quartal wird die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland vor allem vom produzierenden Gewerbe, den unternehmensnahen Dienstleistungen und vom Handel bestimmt. Dabei dominiere die Binnenkonjunktur zunehmend das Geschehen. Die starke Investitionsnachfrage der Unternehmen komme insbesondere der Industrie zugute. Der private Konsum, der trotz der höheren Inflationsentwicklung allmählich in Fahrt komme, führe zu höheren Umsätzen im Handel. Dagegen dürften von der Bauwirtschaft eher negative Impulse ausgehen.

ddp