Trends der Ispo in München Der nächste Winter wird farbenfroh

Es wird bunt, knallbunt. Wenn ein Trend auf der Ispo 2012 beim Gang durch die Hallen offensichtlich war, dann dieser: Ski- und Sportmode wird im nächsten Winter noch eine Schippe farbenfroher.

Daniela Lorenz

Die Wintermode 2012/2013 wird noch knalliger und bunter. - © Messe München GmbH

Von Orange-Limone über Lila und Pink bis zu leuchtendem Blau und sattem Grün. Eine bunte Vielfalt und teilweise auch in gewagten Farbkombinationen, die aber trotzdem Spaß machen. Der modebewusste Wintersportler ist cool, lässig und extrovertiert. Nach dem nächsten farbenfrohen Winter schleichen sich dann aber wohl immer mehr schlichte Naturtöne zwischen die Knallfarben und läuten einen Gegentrend ein.

Skimode in Streetwear-Look

Skimode lässt sich auch immer mehr von der Streetwear inspirieren. Die Optik wirkt urban-sportlich etwa in Cord- oder Jeanslook. Durch ihren Tragekomfort kommt die Skimode auch im Alltag des jungen Publikums an. Dank mo-dernster Stoffe und Fasern sind die Kleidungsstücke leicht und funktional. Neue Stoffe „stretchen“ sich in bis zu vier Richtungen. Standardmäßig wasser- und winddicht, transportieren die Materialien aber auch Feuchtigkeit nach außen. Und auch das gibt es: Jacke und Hose lassen sich mit Zipper schnell zu einem Overall verbinden.

Bei den Sportgeräten geht die Entwicklung hin zu ökologischer Nachhaltigkeit. Zwar sind sie optisch genauso auffällig wie die Mode, setzen aber beispielsweise wie die Firma Amplid auf nachhaltige und recycelte Materialien. Dafür erhielt der Snowboard-Hersteller den "Ispo Award" im Bereich "Eco Responsibility".

Handwerk auf der Ispo

Neben der Sportartikelindustrie war auch das Handwerk auf der Ispo vertreten und auch hier ist Nachhaltigkeit ein Thema. Der Berg- und Wanderschuhspezialist Meindl aus Kirchanschöring weist seine Schuhe jetzt mit einer Identifikationsnummer aus, über die die Herkunft des für die Schuhe verwendeten Leders nachgewiesen wird. Jeder Schuh der Identity-Reihe hat damit eine eigene Geschichte. Woher das Material stammt, ist anhand einer Identifikationsnummer über die Internetseite identity-leder.de nachvollziehbar: vom Rind auf der Almwiese über die Gerberei und die Produktion bis zum fertigen Schuh. Ein Großteil des Leders für Identity-Schuhe stammt von Tieren von Chiemgauer Bauernhöfen, der Region, in der das Unternehmen seinen Sitz hat. Gegerbt wird das Leder ebenfalls in Deutschland und laut Herstellerangaben nachweislich umweltschonend. Beim Gerben erhält das Leder auch die fünfstellige Identifikationsnummer, anhand derer seine Herkunft lückenlos nachvollzogen werden kann. Die Identifikationsnummer ist später im Innenteil der Manschette verarbeitet.

Auch der Sporthandschuhehersteller Roeckl Sports aus München zeigte auf der Ispo seine neue Kollektion für den kommenden Winter. Unter anderem den 2-in-1-Handschuh "Kent". Dessen separat tragbarer Innenhandschuh ist aus atmungsaktivem und elastischen Material. Beim schweißtreibenden Aufstieg gibt Silicone-Grip auf der Handinnenseite Stöcken oder Eispickeln mehr Halt. Bei Kälte oder Nässe kann dann der ebenfalls atmungsaktive Außenhandschuh übergezogen werden. Damit ist der Handschuh wind- und wasserdicht. Auch die Innenhand des Außenhandschuhs besteht aus einem robusten Naturmaterial, das ebenfalls mehr Halt gibt. Das Modell "Silm" fällt durch sein Styling mit dreidimensionalen Prägungen, Chrom-Applikation und Chrom-Zierleiste auf. Der Neoprenbund mit breitem Klettverschluss schließt das Handgelenk dicht ab. Speziell vorgekrümmte Finger sollen das Greifen des Skistocks erleichtern.

Bei dem, was im  nächsten Winter unter die Füße kommt, sind Splitboards auf dem Markt im Kommen. Beim Splitboard lassen sich zwei geteilte Bretter zu einem Snowboard verbinden. Die Skimodelle werden leichter und komfortabler. Wer sich neue Skier zulegen möchte, sollte einen Rocker in Erwägung ziehen, denn diese Technologie setzt ihren Siegeszug fort. Alle namhaften Hersteller bieten Rocker-Modelle an. Dabei decken sie  alle sportlichen Variationen von der Piste bis zum Gelände ab. Einen "Ispo Award" erhielt Völkl für seinen V-Werks RTM, eine mit 5,7 Kilogramm bei 176 cm leichte Fullrocker-Konstruktion mit innovativen Karboneinsätzen in den Seitenwangen.

Jetzt beginnt das Warten auf den nächsten Winter, um die Trends der Ispo dann in Aktion zu sehen.