Der japanische Hersteller wirft im neuen Mitsubishi Outlander seine langjährige Erfahrung mit Plug-in-Hybriden in die Waagschale.

Mit einigen seiner Modelle hat sich Mitsubishi in den vergangenen Jahren klammheimlich vom deutschen Markt verabschiedet. Den L200 gibt es seit geraumer Zeit nur noch als Gebrauchten. Doch anders als der Pick-up steht der Outlander seit April 2025 wieder als Neuwagen bei den Händlern, allerdings ausschließlich als Plug-in-Hybrid.
Zwar ist das neue SUV mit einem Einstiegspreis von rund 50.000 Euro deutlich teurer als das Vorgängermodell, das 2019 vom europäischen Markt verschwand. Dafür können Handwerker aktuell von besonders günstigen Konditionen profitieren, erklärt Sven Schulz.
Der Geschäftsführer des Importeurs MMD Automobile in Friedberg verweist zum Beispiel auf monatliche Leasingraten ab 219 Euro netto, die vorerst bis Ende dieses Jahres gelten sollen. Laut Schulz wird der Outlander zu rund 50 Prozent an Gewerbekunden verkauft. Mit seinem Allradantrieb biete er sich besonders für Baugewerke an. Über die 230-V-Steckdose lassen sich zudem Elektrowerkzeuge mit bis zu 1.500 W betreiben.
Mitsubishi Outlander als PHEV-Pionier
Mit dem neuen Outlander knüpft Mitsubishi an seine langjährige Erfahrung mit dem Plug-in-Hybrid (PHEV) an, gelten die Japaner doch als Pioniere bei dieser Antriebsart. Der Outlander war 2013 das weltweit erste SUV, das serienmäßig als PHEV angeboten wurde. Seither wurde der Antrieb stetig weiterentwickelt.
Im neuen Outlander agiert ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren, die an Vorder- und Hinterachse verbaut sind. Im Hybridmodus ermöglichen sie eine Systemleistung von 306 PS. Rein elektrisch bringt der Outlander immerhin noch gut 250 PS auf die Straße. Die Reichweite im Elektromodus gibt der Hersteller mit 85 km an.
Die kombinierte Antriebstechnik wurde von Mitsubishi inzwischen so stark feinjustiert, dass Otto-Normalverbraucher das Zuschalten des Benzinmotors gar nicht mehr mitbekommt. "Derzeit gibt es wohl kaum einen Plug-in-Hybriden, wo das Zusammenspiel der beiden Antriebe besser abgestimmt ist als im Outlander", lobt der ADAC nach ersten Testfahrten das neue Modell.
Die Ladetechnik für die 22,7 kWh fassende Batterie kritisiert der Verkehrsclub dagegen als veraltet. Das bezieht sich vor allem auf den fehlenden CCS-Stecker für die hierzulande üblichen DC-Schnellladesäulen. Stattdessen rüstet Mitsubishi den Outlander, der im japanischen Werk Okazaki montiert wird, mit einem CHAdeMO-Stecker aus, der in Europa kaum noch zu finden ist und dessen maximale Ladeleistung zudem nur 50 kW beträgt. So eignet sich der Outlander eher zum Nachtladen an der heimischen Wallbox. Am Wechselstrom lädt der Akku mit maximal 3,7 kW, was zwischen sechs und sieben Stunden dauert. ste
