Der Charme der Ferienregion Böhmerwald zeigt sich in der bemerkenswert schönen Landschaft, denn hier vereinigen sich mächtige Waldrücken des Böhmerwaldes mit dem sanften Hügelmeer des Mühlviertels. In diesem Land aus Granit kann man in den tiefen und geheimnisvollen Wäldern die Mystik des Böhmerwaldes spüren.
Der Böhmerwald mit Dreiländerblick
"Über alle Wipfel der dunklen Tannen hin ergießt sich dir nach jeder Richtung eine unermeßne Aussicht, strömend in deine Augen und sie fast mit Glanz erdrückend – dein staunender und verwirrter Blick ergeht sich über viele, viele grüne Bergesgipfel in webendem Sonnendufte schwebend und gerät dann hinter ihnen in einen blauen Schleierstreifen…."
Ein Zitat aus "Hochwald" von Adalbert Stifter, der als Sohn dieser Gegend, seine Heimat gekannt und sehr geliebt hat, wie aus diesen Zeilen unschwer zu spüren ist.
Er hat dem Landstrich im Dreiländereck Oberösterreich-Bayern-Südböhmen in seinen Dichtungen ein romantisches aber auch sehr überzeugendes Denkmal gesetzt. In seinen Werken meint man den Wald mit all seinen Düften riechen und die vielfältigen Farben und Formen sehen zu können. Damals wie heute kann man sich auf der Rast während einer Wanderung im weichen Moos ausruhen und dem Flüstern des Windes in den Blättern lauschen und die Ruhe und Klarheit des Waldes auf sich wirken lassen.
Fast 40 Jahre lang waren die Worte Stifters der einzige Zugang zu den Orten die hinter dem Eisernen Vorhang lagen.
Die Schauplätze seiner Erzählungen, wie beispielsweise der Plöckensteinersee, sind nach dem Fall der Grenzen problemlos für Wanderer zugänglich. So gibt es zahlreiche Möglichkeiten die wunderschöne Hügellandschaft des Mühlviertels und auf der anderen Seite die Wildnis des Nationalparks Šumava zu entdecken.
Unter dem Thema: Beim Wandern zu sich selbst finden, haben sich einige Gastgeber der Region auf das Wandern spezialisiert und sich zur Angebotsgruppe der "Mühlviertler Wandersleut" zusammengeschlossen.
Neben einem hervorragenden Wanderservice bieten die Betriebe auch geführte Themenwanderungen an. So gehören u. a. Kräuter- sowie Chakrawanderungen zum Angebot. Im Einklang mit der Natur, bringt man so seine Energie wieder zum Fließen und hat man dann das Ziel einer Wanderung erreicht, steht man vielleicht auf dem Bärenstein und kann die gewaltigen Aussicht auf den Moldaustausee in Tschechien genießen.
Zwischendurch, um Neues kennen zu lernen oder um den Wissensdurst zu stillen, gibt es vielfältige Angebote in der Region. Die mechanische Klangfabrik, ist ein Museum, in dem längst vergessene mechanische und elektrische Musikautomaten zu sehen sind und vom allerersten Plattenspieler der noch ohne elektrischen Strom funktioniert bis zur Musicbox alles zu finden ist was Musik macht oder manchmal auch nur Geräusche von sich gibt. Die Villa Sinnenreich in Klaffer am Hochficht, ist ein sehr bunter und interessanter Heilkräutergarten. Für die zahlreichen Aussichtpunkte- und türme ist gutes und klares Wetter am besten, denn dann ist der Blick weit ins Land hinein und bis weit in die Alpen garantiert.
Die zart-blau leuchtenden Flachsfelder sind aus der Mühlviertler Landschaft verschwunden – die Webertradition aber lebt bis heute weiter. Auch das Leinöl, das man aus den Samen der Flachspflanze presst, wird hier noch tropffrisch hergestellt. Das alte Handwerk der Weberei ist unter der Bezeichnung Textile Kultur Haslach ein Begriff geworden aber noch in vielen Orten des Mühlviertels anzutreffen.
Wie in allen Klöstern fühlen sich auch im Stift Schlägl die Stiftsherren für das seelische Wohl der Menschen verantwortlich. Ausgehend von diesem Kloster wurde im frühen Mittelalter die Besiedelung des Böhmerwaldes vorangetrieben. Das Stift Schlägl ist die Wiege dieser Region und als einzige Stiftsbrauerei Österreichs ist man sich dieser Verantwortung voll bewusst. Auf der Speisekarte entdeckt man manche Besonderheit wie Leinölerdäpfel oder Rotkrebschenbier, ein Mäzenbier von besonderer Qualität. Die Entstehungsgeschichte dieses Klostertrunkes mutet wie in Bierlaune entstanden an, ist aber nach näherer Begutachtung nicht nur ein ausgezeichnetes Getränk sondern auch noch eine sehr interessante Möglichkeit, die Kunst über die Grenzen dieser Region hinaus zu fördern.
Nicht nur für klösterliche Ruhe und Beschaulichkeit, sondern für auch die Musik spielt in diesem Stift eine herausragende Rolle, da in jedem Jahr Orgelkonzerte von internationalem Rang angeboten werden.
dhz