Rürup-Rente Der Anbieter macht den Unterschied

Bei mehr als 40 Anbietern für die Rürup-Rente fällt für Sparer die Wahl nicht leicht. Dabei unterscheidet die einzelnen Verträge einiges voneinander. Wer als selbstständiger Handwerker über eine solche Absicherung nachdenkt, sollte sich die Verträge der Anbieter genau anschauen und sich vorab überlegen, wie risikoreich er sein Geld anlegen möchte.

Selbstständige haben die Möglichkeit eine Rürup-Rente abzuschließen und so steuerbegünstigt fürs Alter vorzusorgen. - © eccolo - Fotolia

So können Rürup-Sparer zunächst zwischen klassischen und fondsgebundenen Rentenversicherungen sowie Fondssparplänen wählen, wobei die beiden letztgenannten Modelle wenig verbreitet sind. Das liegt vor allem daran, dass es in diesem Bereich kaum Produkte gibt und die Rürup-Sparer - anders als beim Riester-Modell - das volle Verlustrisiko tragen, weil eine Kapitalgarantie fehlt. Dabei verkennen viele Sparer aber, dass eine Rürup-Rente auf Fondsbasis auch deutlich bessere Renditechancen bietet.

Unterschiedliche Chancen und Risiken

Im Vergleich zur fondsgebundenen Rürup-Rente bietet die klassische Rürup-Rentenversicherung deutlich weniger Renditepotenzial. Umso wichtiger ist es deshalb, die Leistungen der einzelnen Anbieter zu vergleichen. Hier klafft eine gewaltige Lücke zwischen den Rentenversprechen der besten und der schlechteren Anbieter.

Wer als 40-Jähriger heute eine Rürup-Rente abschließt und 200 Euro im Monat spart, kann nach 25 Jahren eine garantierte Rente von 260 Euro bekommen - oder eine von 224 Euro. Bei 15 Jahren Rentenbezugszeit macht das einen Unterschied von knapp 6.500 Euro aus. Noch größer sind die Unterschiede bei den möglichen Renten: Von 425 Euro möglicher Monatsrente bis zu 306 Euro ist je nach Anbieter alles möglich. Ein Vergleich spart also bares Geld.

Es kommt jedoch nicht nur darauf an, eine hohe Rente zu erhalten, sondern auch auf einen starken Versicherer, der über viele Jahre eine überdurchschnittliche Rürup-Rente erwirtschaften kann. Ansatzpunkt für die Einschätzung kann dabei das Rating von Agenturen wie Morgen und Morgen sein. Bewertet werden hier die Finanzstärke des Anbieters, sein Erfolg bei Kapitalanlagen und die Solidität des Unternehmens. Das Rating lässt sich etwa im Internet-Vergleichsrechner unter biallo.de/rueruprente/ abfragen. Sparer sollten sich hier für Anbieter mit Top-Noten von vier und fünf Sternen entscheiden.

Zusatzleistungen genau prüfen

Daneben unterscheiden sich die Anbieter auch bei den Zusatzleistungen, die mit der Rürup-Rente vereinbart werden können. So sind etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder ein Hinterbliebenenschutz möglich. Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollten die Bedingungen genau geprüft werden. Die beste Wahl ist der Abschluss einer Rürup-Rente mit Berufsunfähigkeitsversicherung bei einem Anbieter, der auch unabhängig vom Rürup-Bereich in der Berufsunfähigkeitsabsicherung Top-Noten hat.

Allerdings gilt häufig auch, dass es besser ist, den Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenschutz separat zu regeln. Das kann ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bringen.

Eines ist dabei allen Rürup-Rentenversicherungen gemein: Die staatliche Förderung bekommt jeder zertifizierte Vertrag. Damit kann jeder Sparer mit Rürup-Rente im Jahr 2012 74 Prozent seiner Beiträge steuerlich geltend machen. Das gilt bis zu einer Beitragshöhe von 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete. dapd