Der Düsseldorfer Kranhersteller Demag Cranes wird nun wohl doch vom amerikanischen Baumaschinenproduzenten Terex geschluckt. Der Demag Cranes-Vorstand gab am Donnerstag seinen Widerstand gegen die zunächst als feindlich bewertete Übernahme auf, nachdem der US-Konzern sein Kaufangebot auf fast eine Milliarde Euro aufgestockt und Beschäftigungsgarantien für die deutschen Standorte gegeben hatte.
Demag Cranes gibt Widerstand gegen Übernahme auf
Düsseldorf (dapd). Der Düsseldorfer Kranhersteller Demag Cranes wird nun wohl doch vom amerikanischen Baumaschinenproduzenten Terex geschluckt. Der Demag Cranes-Vorstand gab am Donnerstag seinen Widerstand gegen die zunächst als feindlich bewertete Übernahme auf, nachdem der US-Konzern sein Kaufangebot auf fast eine Milliarde Euro aufgestockt und Beschäftigungsgarantien für die deutschen Standorte gegeben hatte.
Der Kranbauer teilte am Donnerstag mit, er habe in einer Vereinbarung über die Zusammenführung der Unternehmen deutliche Zugeständnisse der Amerikaner erreicht. Der Vorstand sei nun "zuversichtlich, den Aktionären der Gesellschaft die Annahme des verbesserten Angebots in Summe empfehlen zu können".
Terex sichert Demag Cranes in der Vereinbarung demnach eine "weitgehende operative und strategische Eigenständigkeit" zu. Hauptsitz von Demag Cranes bleibt Düsseldorf. Außerdem gibt der US-Konzern Demag Cranes zufolge eine fünfjährige Standortgarantie für die deutschen Produktionsstätten in Wetter, Düsseldorf, Uslar und Luisenthal und verpflichtet sich, Demag Cranes drei Jahre nicht zu betriebsbedingten Kündigungen zu veranlassen.
Angebot um 80 Millionen Euro erhöht
Demag Cranes-Chef Aloysius Rauen sagte, der Kranhersteller werde damit seine erfolgreiche Wachstumsstrategie auch unter dem Dach der Terex-Gruppe fortführen können und dabei vom internationalen Marktzugang und Netzwerk der Amerikaner profitieren. Terex-Chef Ronald DeFeo sagte, die Verbindung der beiden Unternehmen habe eine zwingende industrielle Logik.
Das auf 45,50 Euro je Aktie nachgebesserte Angebot bewertet das Unternehmen mit gut 960 Millionen Euro, 80 Millionen mehr als bei der ursprünglichen Offerte. Nach Angaben von Demag Cranes entspricht dies einer Prämie von 29,3 Prozent auf den gewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs vor der Ankündigung des Übernahmeangebots.
Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Terex läuft noch bis zum 30. Juni. Der US-Konzern hat den Vollzug des Angebots allerdings davon abhängig gemacht, dass er mindestens 51 Prozent der Demag-Cranes-Anteile erhält. Doch gibt es an der Börse offenbar kaum Zweifel am Erfolg der neuen Offerte. Der Kurs der Demag Cranes-Papiere pendelte sich am Donnerstagnachmittag knapp unter dem neuen Angebotspreis ein.
dapd
