Die norddeutschen Bundesländer müssen sich bei der Entscheidung über die Bundeswehrstandorte auf größere Einschnitte einstellen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière sagte dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe), auf die Länder mit den meisten Dienstposten pro Einwohner kämen "sicherlich größere Einschnitte" zu als auf jene, in denen weniger Bundeswehr angesiedelt sei.
De Maizière bereitet norddeutsche Länder auf Standortschließungen vor
Hamburg (dapd). Die norddeutschen Bundesländer müssen sich bei der Entscheidung über die Bundeswehrstandorte auf größere Einschnitte einstellen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière sagte dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe), auf die Länder mit den meisten Dienstposten pro Einwohner kämen "sicherlich größere Einschnitte" zu als auf jene, in denen weniger Bundeswehr angesiedelt sei.
Der CDU-Politiker betonte: "Wenn man sich im Ländervergleich die Zahl der Dienstposten pro Einwohner anschaut, stellt man fest: Schleswig-Holstein steht auf Platz eins, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen."
Der Verteidigungsminister versicherte zugleich, dass er in keinem einzigen Fall die Entscheidung vorwegnehme. Die Standortfrage sei derzeit in der Phase der Feinausplanung. Die Entscheidung soll nach Worten de Maizières im Oktober fallen.
dapd
