Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird weiter nachlassen. Die vorliegenden Konjunkturindikatoren weisen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums auf eine Abschwächung im Laufe des Jahres hin. Finanzminister Schäuble sieht jedoch keine Anzeichen für eine Rezession.
Das Wirtschaftswachstum flaut ab
Im aktuellen Monatsbericht des Ministeriums heißt es, dass die Stimmungsindikatoren bereits seit mehreren Monaten nach unten zeigten. "Der Fortgang des Aufschwungs bleibt im Frühsommer hinter den Erwartungen zurück", schreiben die Experten. So habe sich die Inlandsnachfrage im zweiten Quartal überraschend abgeschwächt. Auch die Exportdynamik sei abgeflacht.
Schäuble hält jedoch dagegen. Was derzeit geschehe, sei vielmehr eine "gewisse Dämpfung überzogener Erwartungen", eine Abschwächung einer konjunkturellen Entwicklung, die viel positiver gewesen sei, als es alle vorhergesagt hätten, sagte Schäuble am Montag im Deutschlandfunk. Derzeit werde immer noch mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent in diesem Jahr gerechnet, "das heißt, wir liegen über dem, was Anfang des Jahres vorhergesehen war".
Mit Blick auf die Turbulenzen an den Börsen sagte Schäuble, die Märkte neigten dazu, "Entwicklungen zu übertreiben". Da müsse "man ein Stück weit die Nerven behalten".
dapd