Das Umfeld bleibt günstig

Erwartungen für das Handwerk

Das Umfeld bleibt günstig

Die Handwerksfirmen sehen der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten sehr optimistisch entgegen. Fast 90 Prozent der Umfrageteilnehmer bewerten sie mit „gut“ oder „befriedigend“. Neben dem Frühjahrsaufschwung sind vor allem die positiven Konjunkturaussichten für das ausgesprochen freundliche Stimmungsbild verantwortlich, wenngleich sich das Risikopotenzial in jüngster Zeit erhöht hat. Alles in allem zeichnet sich für das Handwerk eine recht positive Halbjahresbilanz ab.

Im Baugewerbe signalisieren der Auftragseingang und die Orderbestände eine wachsende Bauproduktion. Wichtigste Stütze ist dabei der Wohnungsbau. Einerseits begünstigen das immer noch attraktive Zinsniveau und die verbesserten Einkommensaussichten die Neubautätigkeit. Andererseits stimulieren Förderprogramme und steigende Energiekosten die Gebäudesanierung. Der Gewerbebau wird im Zuge des Konjunkturaufschwungs den Wachstumskurs fortsetzen. Dagegen werden die öffentlichen Bauinvestitionen schrumpfen.

Der Maschinenbau setzt seinen Höhenflug fort. Die Auftragsflut zu Jahresbeginn wird in den nächsten Monaten die Produktion kräftig anschieben, so dass die Unternehmen zusätzliches Personal einstellen wollen. Angesichts dieser Entwicklung hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) seine Jahresprognose von 10 auf 14 Prozent angehoben.

Das Kraftfahrzeuggewerbe blickt in der weit überwiegenden Mehrheit recht zuversichtlich in die nahe Zukunft. Der Neuwagenhandel wird weiter expandieren, da sowohl die Privathaushalte als auch die Firmen mehr Autos nachfragen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeichnet sich ebenfalls ein stabiler Wachstumstrend ab. Schließlich dürfte auch die Werkstattauslastung über dem Vorjahresniveau bleiben.

Das Lebensmittelhandwerk rechnet im 2. Quartal hauptsächlich mit einer saisonalen Verkaufsbelebung. Diese kann je nach Witterung unterschiedlich stark ausfallen, was insbesondere für Konditoren und Brauereien gilt. Von konjunktureller Seite ist mit keinen größeren Impulsen zu rechnen.