Ob im öffentlichen Nahverkehr oder im Straßencafé – mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Leider halten die Geräte oft nicht so lange durch wie ihre Besitzer, denn die treuen Begleiter sind stromsaugende Vampire.
Christoph Ledder

Schuld daran sind oft genug Apps und Spiele, die zur fast schon serienmäßigen Ausstattung von mobilen Endgeräten gehören. Sie verbrauchen viel Energie und verkürzen das Akkuleben der kleinen Freunde drastisch. Doch immer und überall wieder aufladen kostet zu viel Zeit und Geld. Was also tun? Aufs Spielen, Surfen und Telefonieren verzichten? Wohl kaum.
Die wahren Akku-Killer
Des Rätsels Lösung liegt in der Handhabung, denn auf viele stromfressende Funktionen kann der Nutzer durchaus verzichten. Sind WLAN und E-Mail-Verbindung etwa ständig aktiviert, muss allzeit eine Steckdose in Reichweite sein. Genauso verhält es sich mit den teilweise sehr guten Audioboxen des Handys. Auch die Helligkeit des Displays muss nicht ständig maximiert werden.
Die Angaben vieler Hersteller zum Akkuverbrauch stimmen oft nicht mit der Praxis überein. Hiernach hat ein Akku bis zu einer Woche Lebensdauer. Die Angaben beziehen sich allerdings auf Laborversuche und können der Anwendung nicht standhalten. Aussagekräftig bei Mobilgeräten sind die "Stand-By"-Zeit und die "Sprechzeit", denn schließlich werden Mobilgeräte zum Telefonieren am Meisten verwendet. An diesen Angaben sollten sich Käufer von Neugeräten orientieren.
Welche Anwendungen am meisten Strom verbrauchen, lässt sich anhand des laufenden Geräteprotokolls des jeweiligen Gerätes schnell überprüfen. Auch der aktuelle Energieverbrauch lässt sich leicht abfragen. Welche Energiesparfunktionen und welches Akku-Monitoring genau verfügbar sind, hängt unter anderem vom mobilen Betriebssystem ab, das auf Ihrem Gerät läuft. Unter Android lassen sich die Akku-Statistik und die Energiesparfunktionen bei den Einstellungen im Akku- und Datenmanager ablesen. Für die Nutzungsstatistik muss dort nur das Batteriesymbol angetippt werden. Auch iOS bietet die Möglichkeit, sich den Batteriestand anzeigen zu lassen. Im Feld "Batteriebereich" kann man sich den aktuellen Stand anschauen und in Prozent anzeigen lassen.
Was braucht man wirklich?
Um die Akkulaufzeit so lang wie möglich zu erhalten, sollte man bei den mobilen Endgeräten Prioritäten setzen. Ist die Helligkeit des Displays wirklich notwendig oder müssen Online-Spiele in der U-Bahn wirklich sein? Und muss auf dem täglichen Arbeitsweg wirklich das WLAN aktiviert sein? Setzt man Prioritäten, so kann man sich selbst und den Geräten das Leben erheblich erleichtern.
Auch vor werbefinanzierten Apps sollten sich Nutzer in Acht nehmen. Laut dem Fachmagazin "Computer Bild" schlucken die Gratis-Apps bis zu 75 Prozent mehr Strom als die Kaufversionen. Der Tipp hier: Das jeweilige Gerät einfach in den Flugmodus schalten und den Werbeabruf auf die harte Tour stoppen.